Wie mehrere Bildschirme den Arbeitsalltag erleichtern können

15. Juli 2014, 15:16
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Displays nehmen immer mehr Eigenschaften von Papier an

Wie effizient und fokussiert mit einem oder auf mehreren Bildschirmen gearbeitet werden kann, ist oft Gegenstand langer Debatten. Doch längst geht es nicht nur darum, einen zweiten Monitor an den Bürorechner anzuhängen, sondern auch um die Verwendung mobiler Endgeräte wie Tablets und Smartphones. Diese nehmen immer mehr Funktionen an, die man ursprünglich bei Papier schätzt und kennt, und können so die Arbeit erleichtern.

Beispiele

Autor Clive Thompson erklärt bei Wired, wie das funktioniert. Da wäre etwa das Beispiel Karen Schulman Dupuis, die beim kanadischen Start-up-Inkubator Mars Discovery District tätig ist. Sie findet es anstrengend, nur auf ihrem Laptop zu arbeiten, wo neben wichtigen Dokumenten ständig neue E-Mails um ihre Aufmerksamkeiot buhlen. Mächte Schulman etwas Wichtiges lesen, schickt sie den Link an ihr iPad und konsumiert den Text darauf in Ruhe.

Ähnlich hält es Start-up-Gründer Paul Bridger, der soziale Medien ausschließlich über sein Tablet bedient, damit er am Desktop-Rechner nicht von Twitter und Co. abgelenkt wird. Mozilla-Mitarbeiter Doug Belshaw nutzt sein Tablet wiederum als eine Art digitalen Kalender am Schreibtisch.

Für jedes Gerät eine Aufgabe

Anstatt eine Umgebung mit Browser-Tabs und den Icons laufender Programme zuzupflastern wird es zunehmend beliebter, einzelne Tätigkeiten auf einzelne Geräte auszulagern, um Überblick und Fokus wahren zu können. Ähnlich wie es auch mit Papier ist, wo Aufgaben üblicherweise Blatt für Blatt gelesen und erledigt werden. Der weiter sinkende Preis mobiler Endgeräte ermöglicht es mittlerweile, diese Stratgie computerisiert fortzuführen.

Gleichzeitig nehmen Displays auch in technischer Hinsicht immer mehr Eigenschaften des Papiers an. Dank Digitizern lässt sich auf ihnen per Stift schreiben und zeichnen, sie werden zunehmen biegsamer und sparsamer. Der an der Queens University in Ontario entwickelte Prototyp PaperTab zeigt, wohin der Weg führt, handelt es sich doch tatsächlich um einen Bildschirm, der enorm dünn und biegsam ist.

Risiko

Freilich ist der lange proklamierte Traum vom papierlosen Büro noch in weiter Ferne, doch ein intelligenter Einsatz mehrerer Displays könnte langfristig eine echte Arbeitserleichterung sein. Wer nicht mit Bedacht zwischen den Bildschirmen wechselt, begibt sich aber natürlich auch in Gefahr, sich in ein organisatorisches Chaos zu stürzen und einen gegenteiligen Effekt zu erfahren. Ob die Zukunft wirklich in mehreren Screens am Schreibtisch liegt, muss sich freilich erst weisen. (gpi, derStandard.at, 14.07.2014)

Links

Wired

  • Mit Bedacht verwendet können mehrere Bildschirme die Arbeit erleichtern.
    foto: reuters

    Mit Bedacht verwendet können mehrere Bildschirme die Arbeit erleichtern.

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