Lange Haftstrafen für acht junge Facebook-Nutzer im Iran

14. Juli 2014, 11:20
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Bis zu 21 Jahre Gefängnis wegen regierungskritischer Kommentare

Wegen regierungskritischer Kommentare auf der Online-Plattform Facebook sind acht junge Iraner zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Ein Gericht verhängte Freiheitsstrafen zwischen elf und 21 Jahren gegen die namentlich nicht genannten Angeklagten, wie iranische Medien am Montag berichteten.

"Propaganda gegen Regierung"

Den jungen Iranern wurden demnach "Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit, Propaganda gegen die Regierung und Beleidigung religiöser Werte sowie der iranischen Führung" zur Last gelegt. Weitere Details wurden in den Berichten nicht genannt.

Widerstand von Hardlinern

Die iranische Regierung versucht systematisch, die Nutzung sozialer Netzwerke wie Facebook oder Twitter zu unterbinden. Dennoch äußern sich dort immer wieder Aktivisten mit Kritik. Der politisch moderat auftretende Präsident Hassan Rohani hatte den Iranern zu seinem Amtsantritt im Juni 2013 mehr Freiheiten im Internet versprochen, trifft dabei aber auf den Widerstand konservativer Hardliner, die unter anderem in der Justiz das Sagen haben. Erst im Mai waren acht junge Iraner nach Oppositionsangaben wegen kritischer Facebook-Einträge zu Haftstrafen zwischen sieben und 20 Jahren verurteilt worden. (APA, derStandard.at, 14.7.2014)

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  • Ein Internetcafe in Teheran - Regierungskritik in sozialen Netzwerken kann im Iran ernste Konsequenzen haben
    foto: ap/noroozi

    Ein Internetcafe in Teheran - Regierungskritik in sozialen Netzwerken kann im Iran ernste Konsequenzen haben

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