Verbot von Gratisversand: Amazon liefert in Frankreich um einen Cent

14. Juli 2014, 10:40
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Online-Händler reagiert mit niedrigstmöglichen Versandkosten auf neues Gesetz zum Schutz von Buchhändlern

Letzte Woche ist in Frankreich ein neues Gesetz in Kraft getreten, das den Buchhandel stärken soll. Reine Versandhändler dürfen in Zukunft Bücher nicht mehr zu vergünstigten Preisen anbieten und kostenlos verschicken. Dadurch soll vor allem dem Marktdruck, den Amazon und weitere Online-Händler ausüben, Einhalt geboten werden. Amazon hat nun auf das neue Gesetz reagiert – und verrechnet in Frankreich zukünftig Versandkosten in Höhe von einem Cent.

Rabatte auf Bücher ebenfalls abgeschafft

Mitglieder des kostenpflichtigen Amazon Prime-Programms sollen hingegen auch in Zukunft versandkostenfrei beliefert werden. Die bisher üblichen Buch-Rabatte in Höhe von 5 Prozent, die vom Gesetzgeber reguliert  werden, mussten von Amazon ebenfalls abgeschafft werden. Händler wie FNAC, die neben ihrem Online-Geschäft auch ein Filialnetz betreiben, sind von den neuen Regelungen hingegen nicht betroffen.

Amazon will klagen

Amazon sieht Konkurrenten wie FNAC nun begünstigt und will auf europäischer Ebene klagen. Die Chancen auf Erfolg sollen angeblich gar nicht schlecht stehen, da solche Regelungen von der EU als wettbewerbsverzerrend eingestuft werden könnten, berichtet WinFuture. (red, derStandard.at, 14.07.2014)

  • Amazon verrechnet in Frankreich nun 1 Cent Versandkosten für Buchbestellungen.
    foto: ap

    Amazon verrechnet in Frankreich nun 1 Cent Versandkosten für Buchbestellungen.

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