93 aufgegriffene Flüchtlinge werden nach Italien abgeschoben 

13. Juli 2014, 10:57
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Ein Flüchtling aus Eritrea stellte Asylantrag - 28 Kinder in der Gruppe 

Innsbruck - Der überwiegende Teil jener in einem Reisezug in Tirol am Samstagabend aufgegriffenen Flüchtlinge wird nach Italien abgeschoben. Bei der Erstbefragung durch Beamte der Tiroler Polizei stellte lediglich ein Mann aus Eritrea einen Asylantrag, teilte der zuständige Einsatzleiter mit.

Die übrigen 93 Personen - darunter 28 Kinder - sollten bis Montag von den italienischen Behörden übernommen werden. 84 Personen der Gruppe stammen aus Syrien. Die Kinder seien in der Begleitung ihrer Eltern oder von Verwandten, hieß es.

Ziel: Deutschland

Es handle sich um "einen der größten Aufgriffe von Flüchtlingen in Tirol seit Jahren", wurde von der Polizei betont. Ziel der Flüchtlinge war offenbar Deutschland. Die Gruppe wurde zunächst in die Landespolizeidirektion untergebracht, wo die rechtliche Erstabklärung durch die Polizei und Versorgung durch das Rote Kreuz erfolgte.

Aus Italien oder einem anderen sogenannten sicheren Drittland eingereiste Flüchtlinge werden in der Regel gemäß EU-Regelung in das Drittland zurückgeschoben. Laut der sogenannten Dublin II-Verordnung ist in der EU jenes Land für die Asylsuchenden zuständig, in dem sie erstmals europäischen Boden betreten. Italien erlebt seit Monaten einen Rekordansturm von Flüchtlingen und klagt immer wieder, von seinen europäischen Nachbarländern mit ihrer Versorgung allein gelassen zu werden. (APA, 13.07.2014)

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