Y2K-Bug in 2014: US-Behörde verschickte Briefe an über Hundertjährige 

12. Juli 2014, 16:25
14 Postings

Mitarbeiter änderte bei Auswahl nur die letzten zwei Ziffern, weshalb die Briefe an Männer der Jahrgänge 1893 bis 1897 gingen 

14.215 Briefe der US-Wehrerfassungsbehörde dürften wohl allesamt nicht den eigentlichen Empfänger erreicht haben. Diese wurden nämlich aufgrund eines Fehlers an US-Amerikaner geschickt, die zwischen 1893 und 1897 geboren worden waren. Ein Angestellter der Verkehrsbehörde des Bundesstaates Pennsylvania hatte zuvor bei der Auswahl der zwischen 1893 und 1897 geborenen Männer nur die beiden letzten Ziffern eingegeben. In den USA besteht zwar prinzipiell keine Wehrpflicht mehr, männliche Amerikaner müssen sich jedoch innerhalb von 30 Tagen nach dem 18. Geburtstag registrieren.

14 Jahre zurückversetzt

Die verschickten Briefe erreichten schlussendlich die irritierten Nachfahren, die sich daraufhin bei der Behörde meldeten. Diese entschuldigte sich auch öffentlich mit einem Hinweis auf ihrer Webseite. Bereits vor 2000 gab es etliche ähnliche Fehler aufgrund der Beschränkung der Jahreszahl auf zwei Ziffern in Computersystemen. Damals hielt der Wechsel in ein neues Jahrtausend die IT-Abteilungen und Computerbranche auf Trab. Analysten von Gartner schätzen, dass die Maßnahmen weltweit bis zu 600 Milliarden Dollar gekostet haben, schwerwiegende Folgen beim Jahreswechsel blieben jedoch aus. (dk, derStandard.at, 12.07.2014)

  • Aus dem Archiv.
    foto: epa

    Aus dem Archiv.

Share if you care.