Mutmaßlicher BND-Spion aus Wiener US-Botschaft geführt - Außenministerium geht Bericht nach 

12. Juli 2014, 15:43
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Deutsche Fahnder versuchen CIA-Agenten zu identifizieren

Der mutmaßliche US-Spion beim deutschen Bundesnachrichtendienst (BND) wurde nicht aus der Berliner Botschaft der Vereinigten Staaten geführt. Wie das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag im Voraus berichtete, waren es CIA-Agenten aus der US-Botschaft in Wien, die den BND-Mitarbeiter seit 2012 mehrmals in Salzburg trafen, von ihm geheime Dokumente erhielten und dafür Geld zahlten.

Geringeres Entdeckungsrisiko

Laut "Spiegel" bedeutete es für die CIA ein geringeres Entdeckungsrisiko, die sensible Quelle aus dem nahe gelegen Ausland zu führen. Die Nachforschungen der Bundesanwaltschaft könnten den Agentenführern aus Österreich nun allerdings Probleme bereiten. Sollte es den Ermittlern nämlich gelingen, die Führungsoffiziere des mutmaßlichen BND-Spions zu identifizieren, würden sie im Falle eines Strafverfahrens in Deutschland keinen diplomatischen Schutz genießen, so das Nachrichtenmagazin.

Zwei CIA-Agenten

Nach "Spiegel"-Informationen lieferte der 31-jährige BND-Mitarbeiter den Ermittlern bei seinem umfangreichen Geständnis Beschreibungen von zwei mutmaßlichen CIA-Agenten, mit denen er Kontakt hatte. Die Fahnder versuchen nun, die beiden anhand dieser Informationen zu identifizieren.

Außenministerium 

Gegenüber der APA gab das österreichische Außenministerium an, dass man den Berichten nachgehen werde. Weitere Angaben wurden nicht gemacht. (APA/red, derStandard.at, 12.07.2014)

  • Die US-Botschaft im neunten Wiener Gemeindebezirk.
    foto: standard/heribert corn

    Die US-Botschaft im neunten Wiener Gemeindebezirk.

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