Schwere Vergewaltigung in Vorarlberg: Mutmaßlicher Täter gefasst

12. Juli 2014, 12:41
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Verdächtiger erst 16 - Jugendlicher nach Einvernahmen geständig - Opfer kann sich an nichts erinnern

Bregenz - Nach der schweren Vergewaltigung einer 20-jährigen Frau am vergangenen Wochenende in Gaißau (Bez. Bregenz) ist ein 16-Jähriger aus dem Vorarlberger Unterland als Verdächtiger festgenommen worden. Der Bursche war bei der zweiten Einvernahme umfassend geständig, teilte die Polizei am Samstag in einer Pressekonferenz in Bregenz mit.

Das Opfer sei in stabilem Zustand, hieß es. Die Frau kann sich aber an nichts erinnern. Die Polizei hatte seit der Tat am Sonntag zwischen 3.15 Uhr und 3.30 Uhr mit rund 20 Beamten ermittelt und mehr als 70 Personen befragt. Zwei Zeugen konnten schließlich einen Hinweis auf den Jugendlichen geben, wie der stellvertretende Leiter des Ermittlungsbereichs Sexualdelikte, Alexander Wachter, mitteilte. Dem Täter zufolge war es zwischen ihm und dem Opfer zuerst zu einvernehmlichen sexuellen Handlungen gekommen, bevor ein Streit zur Eskalation führte.

Verdächtiger von Tat schockiert

Der 16-Jährige, der bis dahin völlig unbescholten war, gab an, alkoholisiert gewesen zu sein. Er zeigte sich der Polizei zufolge reumütig und von seiner eigenen Tat schockiert. Der Jugendliche wird wegen Vergewaltigung angezeigt und noch im Laufe des Tages in die Justizanstalt Feldkirch überstellt. Die Ermittlungen seien damit noch nicht abgeschlossen, teilten Wachter und Schlosser mit. Anhand von DNA- und toxikologischen Untersuchungen würden nun die Angaben geprüft. "Wir gehen aber davon aus, dass die Sachbeweise das Geständnis bestätigen werden."

Nachbarin alarmierte Polizei

Die junge Frau aus dem Vorarlberger Unterland war am Sonntag zwischen 3.15 Uhr und 3.30 Uhr nach einer Großveranstaltung in Gaißau von einem bisher Unbekannten vergewaltigt worden. Sie erlitt dabei schwere Verletzungen im Gesicht sowie im Unterleibsbereich und musste im Krankenhaus notoperiert werden. Die Tat ereignete sich nur 300 Meter von dem Zeltfest entfernt vor einem unbewohnten Haus. Eine Nachbarin hatte die verletzte Frau etwa eine Stunde danach gefunden und sowohl Rettung als auch Polizei alarmiert. (APA, 12.7.2014)

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