Deutsche Spionagefälle hängen zusammen

11. Juli 2014, 21:14
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BND-Mann soll Anfrage zu Ministeriumsmitarbeiter erhalten haben

München - Zwischen den Spionageverdachtsfällen im deutschen Verteidigungsministerium und beim Bundesnachrichtendienst (BND) gibt es neuen Medienberichten zufolge einen Zusammenhang. Eine Anfrage des Verfassungsschutzes zum betroffenen Mitarbeiter des Ministeriums in Berlin sei ausgerechnet bei dem später festgenommenen BND-Mann gelandet, berichteten mehrere Medien am Freitag.

Der Verfassungsschutz hatte dem Bericht zufolge den Verdacht, dass der Ministeriumsmitarbeiter für Russland spionieren könnte. Dies habe sich aber offenbar später als falsch erwiesen. Der Mann, der beim Auslandsgeheimdienst BND in der Poststelle arbeitete, habe jedoch die Anfrage dem russischen Generalkonsulat in München geschickt - mutmaßlich um zu zeigen, welches Geheimmaterial er beschaffen könne, berichteten die "Süddeutsche Zeitung" sowie der Norddeutsche und der Westdeutsche Rundfunk.

Beide Männer stehen im Verdacht, für die USA spioniert zu haben. Nach Bekanntwerden der Fälle reagierte die deutsche Bundesregierung am Donnerstag und forderte den Geheimdienstvertreter an der US-Botschaft in Berlin auf, das Land zu verlassen. Regierungssprecher Steffen Seibert rechnete am Freitag damit, dass er der Aufforderung nachkommen werde.  (APA, 11.7.2014)

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