Spanischer Ex-Minister muss wegen Finanzaffäre ins Gefängnis

11. Juli 2014, 18:21
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Regierung lehnt Gnadengesuch des konservativen Ex-Politikers ab

Madrid - Der frühere spanische Umweltminister Jaume Matas muss wegen Verwicklung in eine Finanzaffäre ins Gefängnis. Die konservative Madrider Regierung lehnte am Freitag ein Gnadengesuch des ehemaligen Parteifreunds von Ministerpräsident Mariano Rajoy ab. Wie aus Regierungskreisen verlautete, folgte das Kabinett damit einer Empfehlung von Justizminister Alberto Ruiz-Gallardón.

Dieser hatte kürzlich angekündigt, dass er keine wegen Korruptionsvergehen verurteilte Politiker begnadigen werde. Matas war rechtskräftig wegen Amtsmissbrauchs zu neun Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte als Regierungschef der Balearen einem befreundeten Journalisten auf illegale Weise zu einem zusätzlichen Einkommen als Redenschreiber verholfen.

Die Justiz hatte es abgelehnt, die Strafe zur Bewährung auszusetzen. Das Landgericht in Palma de Mallorca begründete dies damit, dass der Ex-Minister keine Reue gezeigt habe und gegen ihn noch zahlreiche weitere Verfahren wegen Korruptionsvergehen anhängig seien. Matas war von 1996 bis 1999 und von 2003 bis 2007 Chef der Regionalregierung der Balearen und von 2000 bis 2003 spanischer Umweltminister.  (APA, 11.7.2014)

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