Wie Pandas mit einseitiger Ernährung klarkommen

10. Juli 2014, 18:04
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Forscher untersuchten, wie die Tiere trotz eingeschränkter Nahrungspalette genügend Nährstoffe aufnehmen

Peking - Große Pandas leben zwar nicht zu hundert Prozent vegetarisch, sind aber zweifellos die ausgeprägtesten Pflanzenfresser unter den Bären. Und das, obwohl ihr Verdauungssystem nicht optimal für pflanzliche Ernährung entwickelt ist.

Ihre Hauptnahrungsquelle ist der relativ nährstoffarme Bambus, von dem sie dementsprechend große Mengen verzehren müssen. Ein Forscherteam um Yonggang Nie von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften untersuchte nun, wie die Tiere trotz dieser sehr einseitigen Ernährung ihren Bedarf an Nährstoffen abdecken können.

Fressen mit den Jahreszeiten

Wie die Biologen im Fachblatt "Functional Ecology" berichten, bevorzugen die Pandas unterschiedliche Teile verschiedener Bambusspezies zu unterschiedlichen Jahreszeiten: Im Frühling werden etwa vorwiegend phosphor- und stickstoffhaltige Sprossen gefressen, im Sommer hingegen kalziumreichere Blätter.

Die saisonale Verfügbarkeit der unterschiedlichen Bambusarten dürfte dabei nicht nur die Migrationsrouten der Tiere beeinflussen, sondern sich auch auf die Entwicklungsgeschwindigkeit von Embryos auswirken. (dare, DER STANDARD, 11.7.2014)

  • Übrigens: Ausgewachsene Pandabären fressen täglich etwa neun bis 14 Kilogramm Bambus - und defäkieren bis zu 40 mal.
    foto: apa/epa/stephanie lecocq

    Übrigens: Ausgewachsene Pandabären fressen täglich etwa neun bis 14 Kilogramm Bambus - und defäkieren bis zu 40 mal.

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