Credit Suisse legt über 1.000 Mitarbeiternamen offen

10. Juli 2014, 16:40
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Im Zuge des Steuerstreits - Einsprüche möglich

Zürich/Washington - Die schweizer Großbank Credit Suisse (CS) hat mehr als 1.000 ihrer Mitarbeiter darüber informiert, dass sie deren Namen im Zuge des US-Steuerstreits bei amerikanischen Behörden offenlegt. Betroffen sind heutige und frühere Bankberater, die von der Schweiz aus Zahlungsanweisungen für US-Kunden ausführten.

Die CS-Mitarbeiter haben bis zum 28. Juli Zeit, gegen die Offenlegung ihrer Namen Einspruch einzulegen. Während sich die CS bereits der Beihilfe zur Steuerhinterziehung schuldig bekannt und in Strafzahlungen von 2,6 Mrd. Dollar (1,91 Mrd. Euro) eingewilligt, läuft gegen rund ein Dutzend andere Schweizer Banken weiterhin ein Strafverfahren.

Die CS ist wie zahlreiche andere Schweizer Banken gemäß einem Abkommen zwischen dem Bundesrat und dem amerikanischen Justizministerium vom August 2013 verpflichtet, Informationen weiterzugeben. Die Ausführung von Zahlungsanweisungen und Verschieben von Vermögen (Flow of Funds), die wohl unversteuert waren, sind auch bei anderen Schweizer Banken ein Thema. (APA, 10.7.2014)

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