Radiothek des ORF soll Anfang 2015 online gehen

10. Juli 2014, 14:22
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ORF-Technikvize Prantner an Privatsender: "Lassen uns nicht abhalten", nicht "in mediale Steinzeit drängen" - "Bewährte" Kontakte zur FPÖ

Wien (APA) - Der ORF will seine unbefristet abrufbaren Videoarchive in den kommenden Monaten stark erweitern, erklärt ORF-Technik-Vizedirektor Thomas Prantner der APA. Er kritisiert Österreichs Privatsender, die versuchten, "den ORF in die mediale Steinzeit zurückzudrängen". Der ORF werde sich aber "nicht davon abhalten lassen, neue multimediale Angebote vorzubereiten".

Mit dem Start der neuen ORF-Radiothek-Angebote rechnet der Onlinechef des öffentlich-rechtlichen Senders im ersten Quartal 2015. Die TVthek soll sich zum "selbstverständlichen täglichen Informationsmedium der Österreicher" weiter entwickeln, hofft Prantner auch auf mehr und mehr Smartphones und Tablets.

An unbefristeten Angeboten nennt Prantner:  Archive zur Geschichte der Bundesländer, zu Wissenschaft und Technik, 2015 zu 70 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs und 60 Jahren Staatsvertrag im Rhamen von "ORF-TVthek goes school". Zudem weitere Religionsarchive zu Buddhismus, Islam, Hinduismus.

Hoffnung 2016: "Künftige Führungsfunktion"

Prantner war bis Ende 2011 Onlinedirektor, seither ist er für Online zuständiger Vizedirektor in der Technik. Seine Perspektive für die ORF-Direktorenwahl 2016 umschreibt er unter Verweis auf eine "erfolgreiche Leistungsbilanz" so: "Ich hoffe, dass dies und langjährige Managementerfahrung die zentralen Kriterien bei der Vergabe künftiger Führungsfunktionen im ORF sein werden."

"Bewährte" Kontakte zur FPÖ

Prantner gilt - neben gut gepflegten Kontakten in viele politische Lager - insbesondere als Verbindungsmann zu Heinz-Christian Straches FPÖ. Prantner dazu: "Zum Thema FPÖ habe ich zwei ganz klare Antworten: Erstens halte ich es im Interesse des Unternehmens für entscheidend, zu allen im Parlament vertretenen Parteien eine intakte und positive Gesprächsbasis zu haben, selbstverständlich auch zu allen Oppositionsparteien und daher auch zur FPÖ. Dies hat sich bei politischen Entscheidungsprozessen, die den ORF betroffen haben, bereits nachweislich bewährt. Zweitens ist es wichtig für die Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit des ORF als öffentlich-rechtliches Medienunternehmen, dass alle Parteien - selbstverständlich auch die FPÖ - in der Berichterstattung in TV, Radio und Online gleich behandelt werden. Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass diese beiden Grundsätze richtig sind und sie definieren meine Haltung zur FPÖ." (APA, 10.7.2014)

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