Auslandsmitarbeiter: Wien wird kräftig teurer

10. Juli 2014, 13:16
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Wo sind die teuersten Pflaster weltweit für Auslandsmitarbeiter? An der Spitze bleibt Luanda, Wien holt kräftig auf

Ob groß oder klein: Unternehmen stehen heute im internationalen Wettbewerb und erwirtschaften einen immer höheren Anteil ihres Umsatzes im Ausland. Konkret bedeutet dies, dass Firmen im Ausland Präsenz zeigen und sich dementsprechend auch personell international vernetzen.   Welche Städte weltweit die teuersten Pflaster sind, wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter ins Ausland entsenden, schaut sich  das internationale Beratungsunternehmen Mercer jährlich an. Wien hat in der aktuellen Studie einen kräftigen Sprung nach vorne gemacht. Die einzige  österreichische Stadt im Ranking ist nun auf Platz 32 vertreten. Damit ist die Donaumetropole im Vergleich zum Vorjahr um 16 Plätze geklettert.

An der Spitze liegt allerdings zum zweiten Mal in Folge die angolanische Hauptstadt Luanda Sie bleibt damit weltweit die teuerste Stadt für Auslandsentsendungen. Auf Platz zwei und  drei folgen N'Djamena im Tschad und Hongkong.

Schweiz bleibt teures Pflaster

Neben der afrikanischen Spitze dominieren auch weiterhin europäische und asiatische Städte die Top Ten des Rankings. Mit Zürich (5), Genf (6) und Bern (8) sind gleich drei Schweizer Städte vertreten. Aus dem asiatischen Raum landen Hongkong (3), Singapur (4), Tokio (7) und Shanghai (10) auf den vorderen Plätzen. Die weltweit günstigste Stadt im Ranking ist weiterhin Karatschi in Pakistan. Luanda als Spitzenreiter ist im Vergleich dreimal so teuer.

"Die Platzierungen waren in vielen Gegenden geprägt von aktuellen weltpolitischen Ereignissen, wie ökonomischen und politischen Umwälzungen, die sich in Währungsschwankungen und Preiserhöhungen für Güter und Dienstleistungen sowie schwankenden Wohnkosten  niederschlugen", merkt dazu Mercer-Expertin Ulrike Hellenkamp an. "Die meisten europäischen Währungen haben gegenüber dem Dollar zugelegt, was zu den beobachteten  Veränderungen im Ranking führte. Zudem hatte unter anderem die starke Nachfrage nach Wohnraum einen Preisanstieg in vielen Städten zur Folge." (rebu, derStandard.at, 10.7.2014)

In 211 Großstädten werden für die Studie die Preise für über 200 Produkte und Dienstleistungen, darunter zum Beispiel Kosten für die  Unterkunft, öffentliche Verkehrsmittel, Güter des täglichen Bedarfs wie Haushaltswaren, Lebensmittel, Kleidung und Freizeitangebote miteinander verglichen.

  • Alles wird teurer, das gilt auch für Unternehmen, die ihre Mitarbeiter nach Wien entsenden.
    foto: ap/zak

    Alles wird teurer, das gilt auch für Unternehmen, die ihre Mitarbeiter nach Wien entsenden.

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