Die EU-Bevölkerung wächst vor allem durch Zuwanderung

10. Juli 2014, 13:12
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Eurostat: In EU-Staaten gab es im vergangenen Jahr 650.000 mehr Ein- als Auswanderer - Geburtenrate im Schnitt weiter gesunken, Österreich liegt bei Migration und Geburten im Trend

Brüssel/Wien - Europas Bevölkerung wächst vor allem durch Zuwanderung. Bis Jahresanfang stieg die Bevölkerung in den 28 EU-Staaten von 505,7 auf 507,4 Millionen an. Treibende Kraft des Anstiegs ist nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat vom Donnerstag die Migration. Im Vorjahr gab es in Europa um 650.000 mehr Ein- als Auswanderer.

In einer knappen Mehrheit von 15 der 28 EU-Staaten ist 2013 die Zahl der Einwohner gestiegen. Österreich liegt beim Anstieg auf dem dritten Platz - laut Statistik erhöhte sich durch Zuwanderung die Bevölkerungszahl um 54.000 Menschen. Ebenfalls deutlich mehr Ein- als Auswanderer zu verzeichnen haben Staaten wie Luxemburg, Malta und Schweden. Eine große Abwanderung gibt es hingegen in den baltischen Staaten Lettland und Litauen, im von der Finanzkrise getroffenen Zypern sowie in Irland, Spanien und Griechenland.

9,4 Geburten je 1.000 Einwohner in Österreich

Der Rest des Bevölkerungswachstums ist auf das Saldo aus Geburten- und Sterbezahlen zurückzuführen. Die Geburtenrate liegt noch über der Sterberate, sank allerdings im Vergleich zum Vorjahr im EU-Schnitt von 10,4 auf zehn Geburten je tausend Einwohner. Die meisten Babys pro Einwohner verzeichnete im Vorjahr Irland (15 pro 1.000), hohe Raten hatten auch Frankreich (12,3), Großbritannien (12,2) sowie Schweden (11,8). Niedrige Geburtenzahlen gab es hingegen in Portugal (7,9) sowie in Deutschland, Griechenland und Italien (je 8,5 Promille).

In Österreich lag die Geburtenrate bei 9,4 pro 1.000 Einwohner. Im Vorjahr war die Zahl der Todesfälle mit rund 79.500 mehr als die Zahl der Geburten, die bei 79.300 lag.

Eine geringen Anteil am Anstieg ist auch auf Korrekturen der amtlichen Angaben vor allem in Italien zurückzuführen, wo neue Zensusdaten berücksichtigt wurden. (APA, 10.7.2014)

  • Glückliche und weniger glückliche EU-Bürger (von links vorne nach rechts hinten). Insgesamt werden sie mehr.
    foto: reuters/vincent kessler

    Glückliche und weniger glückliche EU-Bürger (von links vorne nach rechts hinten). Insgesamt werden sie mehr.

  • Artikelbild
    grafik: apa
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