Telekom Austria erwartet größeren Schaden durch alte Immo-Deals

10. Juli 2014, 10:54
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Immo-Manager soll Lebensgefährtin mit Aufträge bedacht haben 

Die umfangreiche Aufarbeitung der Vergangenheit bei der Telekom Austria ist um eine Facette reicher. Das mexikanisch-teilstaatliche Unternehmen hat die Anzeige gegen einen ehemaligen Immobilienmanager ausgedehnt, er soll seine Lebensgefährtin mit Aufträgen bedacht haben und dafür Zahlungen kassiert haben, berichtet der "Kurier" (Donnerstag-Ausgabe). Sein Anwalt bestreitet sämtliche Vorwürfe.

Sachverhaltsdarstellung an die Wiener Staatsanwaltschaft 

Die Telekom wirft in ihrer Sachverhaltsdarstellung an die Wiener Staatsanwaltschaft dem Manager vor, einen Schaden von fast 1,5 Mio. Euro verursacht zu haben. Der Konzern hofft nun das Geld wieder zurück zu bekommen. Laut dem Anwalt des Immo-Leiters, Andreas Stranzinger, gibt es in den Ermittlungen, die seit Jahren laufen, keine neuen Erkenntnisse. Sein Mandant hätte gar keine Aufträge vergeben können, wird er im "Kurier" zitiert. Allerdings soll der Telekom-Manager auch von einer ehemaligen Mitarbeiterin der Firma seiner Lebensgefährtin belastet worden sein.

Der Immo-Manager stand bereits in der Causa Schillerplatz vor dem Richter, das Verfahren wurde aber eingestellt. Dabei ging es um den Verkauf einer Telekom-Immobilie am Wiener Schillerplatz an den damaligen ÖBB-Chef Martin Huber. Huber, der damalige Telekom-Chef Heinz Sundt und weitere Angeklagte wurden im Zweifel freigesprochen, das Urteil ist nicht rechtskräftig. (APA, 10.7. 2014)

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