Second Screen: Smartphone immer öfter parallel zu anderen Medien genutzt

9. Juli 2014, 17:50
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Mobile Marketing Association Austria publiziert zum achten Mal Zahlen zu mobilen Nutzungsgewohnheiten - derStandard.at das mobilste unter den Medien

Wien - Immerhin die Hälfte aller Österreicherinnen und Österreicher nutzen das Smartphone parallel zum Fernsehen und zu anderen Medien - das ergab, unter anderem, die Mobile Marketing Association Austria, die zum achten Mal die Zahlen zu Österreichs mobilen Nutzungsgewohnheiten im "Mobile Communications Report 2014" veröffentlichte.

Die Studie kommt unter anderem zu dem Ergebnis: "Werbung wird nicht gemocht – wirkt aber." So stimmen 64 Prozent voll und ganz zu, dass Werbung am Handy "lästig ist". Gleichzeitig aber zeigen die Zahlen, dass Werbung wirkt: So stieg die Zustimmung, dass das "Handy dazu verleitet Waren zu kaufen" auf 30 Prozent an.

Das "mobilste" unter den Medien ist derStandard.at. Er liegt mit mit 9,3 Prozent mobiler Nutzung vor der "Krone" (7,0 Prozent) und mit einem deutlichen Abstand vor anderen Medien. Trotz großer Reichweite von Ö3 hat es hier nur für einen Platz drei gereicht. Danach folgen der "Kurier", "Die Presse", ORF, Kronehit und die "Kleine Zeitung".

Second-Screen-Nutzung unabhängig vom Geschlecht

Was die Nutzung eines Second Screen betrifft, so zeigen die soziodemografischen Daten bei den Geschlechtern keinen Unterschied in der parallelen Nutzung von TV und mobilem Internet. "Am liebsten werden E-Mails gelesen und geschrieben sowie Hintergrundinfos zur aktuellen Sendung recherchiert oder Inhalte der aktuellen TV-Sendung über Social Media weiter kommuniziert - Information und Kommunikation sind also 'King'", so Andreas Martin, Präsident der Mobile Marketing Association Austria. Betrachte man allerdings die Altersverteilung, dann sei auffällig, dass die bis 29-Jährigen bei Second-Screen-Nutzungen voranliegen.

Ähnliche Nutzungswerte könne man auch bei paralleler Radio- und mobiler Internetnutzung sehen - wenn auch auf generell niedrigerem Niveau. Wesentlicher Unterschied zu TV und deutlicher Ausreißer bei den bis 29-Jährigen ist die Nutzung des Smartphones, um Lieder über Shazam oder ähnliche App-Dienste zu identifizieren.

WhatsApp vor Facebook

Was die mobilen Dienste betrifft, so führt nun WhatsApp vor Facebook und zeigt einen globalen Trend hin zu Messagingdiensten. Die Nutzung liegt stark bei den jugendlichen Zielgruppen. Im Gegensatz dazu steigt die mobile Nutzung von Facebook bei älteren Nutzerinnen und Nutzern an. Danach folgen Google und Skype mit deutlichem Abstand.

Für Harald Winkelhofer, Präsident der Mobile Marketing Association Austria, ist das Mobile als Medium "gewachsen und mittlerweile gereift": "Die erkennbaren Nutzungsmuster sind deutlich im Bereich Smartphone und Tablet angesiedelt und werden oft auch zuhause als der 'schnellere Zugang' zum Web genutzt. Somit hat auch mobiles Werben und konvergente Kampagnenplanung nicht nur eine Berechtigung, sondern eine große Rechtfertigung, denn die Ad-Klickraten zeigen einen klaren Trend nach oben." (red, derStandard.at, 9.7.2014)

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    grafik: mobile marketing association austria, 2014
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