"Blocks" zeigt Konzept einer modularen Smartwatch

9. Juli 2014, 16:11
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Ähnlich wie bei "Project Ara" lassen sich Bauteile einzeln austauschen

Während Smartwatches noch in den Kinderschuhen stecken und die großen Tech-Giganten erst in den vergangenen Monaten erste Produkte ankündigten oder veröffentlichten, will ein Team den Markt bereits jetzt revolutionieren. "Blocks" will für die Smartwatch das sein, was "Project Ara" von Google für Smartphones darstellt – ein modulares Gerät, bei dem Komponenten einzeln ausgetauscht werden können.

Frühe Entwicklungsphase

Blocks befindet sich jedoch noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase. Einen ersten Erfolg konnte das Team aber schon präsentieren. Ein im 3D-Drucker entstandenes "proof of concept" hat gezeigt, dass die einzelnen Bauteile unabhängig voneinander kommunizieren können und sich austauschen lassen. Tragbar ist das Gerät derzeit aber noch nicht. Das Team will nun daran arbeiten, die Bauteile zu verkleinern und Handgelenk-tauglich zu machen. Die fertigen Teile sollen dann in unterschiedlichen Materialien und Farben erhältlich sein.

Verschiedene Displays und Module

Das Hauptbauteil von Blocks ist das Display, das zusätzlich auch den Prozessor und einen Akku beinhaltet. Blocks soll dabei unterschiedliche Displayformen und Displayarten, etwa auch stromsparende E-Ink-Displays, unterstützen. Weitere Bauteile, die dann als Armband an die Uhr gesteckt werden, können GPS-Modul, Pulsmesser, Mikrofon, SIM-Karten-Modul, zusätzlicher Akku und viele weitere sein. Auch Dritthersteller sollen Bauteile für Blocks entwickeln können.

blocks

Android Wear als Betriebssystem?

Für die Software der Smartwatch experimentieren die Entwickler derzeit mit Android Wear. Die endgültige Entscheidung ist jedoch noch lange nicht gefallen, da iOS-Nutzer sonst von vorneherein ausgeschlossen wären. Außerdem unterstützt Android Wear zumindest im Auslieferungszustand keine E-Ink-Displays. Generell ist der Plan, dass Android Wear über einzelne Module auch mit verschiedenen Betriebssystemen laufen soll.

Crowdfunding im Herbst

In diesem Herbst will sich das ambitionierte Projekt über eine Crowdfunding-Finanzierung das nötige Kapital für die weitere Entwicklung holen. Zeitrahmen für eine Veröffentlichung wurde derzeit noch keiner genannt. In der Grundausstattung soll Blocks ersten Schätzungen zufolge rund 200 bis 250 US-Dollar kosten, eine Premium-Ausstattung mit weiteren Modulen rund 300 bis 350 US-Dollar. (wen, derStandard.at, 09.07.2014)

  • Für die modulare Smartwatch sind verschiedene Displayformen geplant.
    foto: blocks

    Für die modulare Smartwatch sind verschiedene Displayformen geplant.

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