Australische Ärzte entfernen Siebenjährigem Riesentumor im Gesicht

10. Juli 2014, 10:54
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Eltern des kleinen Philippiners konnten sich OP nicht leisten

Australische Ärzte haben einem kleinen Buben von den Philippinen erfolgreich einen gigantischen Gesichtstumor entfernt. In einer achtstündigen, äußerst komplizierten Operation entfernte ein Team von insgesamt vier Chirurgen vom Monash-Kinderkrankenhaus in Melbourne die zwischen den Augen gewachsene Wucherung und bauten dem siebenjährigen Jhonny Lameon ein neues Gesicht auf.

Seltene Krankheit

Der Eingriff wurde bereits im März vorgenommen, das Krankenhaus ging aber erst vor kurzem mit dem Fall an die Öffentlichkeit. Nach Angaben des plastischen Chirurgen James Leong leidet Jhonny an Enzephalozele, einer äußerst seltenen Krankheit, bei der sich durch eine Schädellücke Wucherungen nach außen vorwölben.

Seine war so groß, dass er sie anheben musste, um überhaupt essen und trinken zu können. Normalerweise wird die Fehlbildung bereits im frühen Stadium behoben, doch auf den Philippinen sind derartige Eingriffe nicht möglich. Die Eltern waren zu arm, um ihrem Sohn eine OP im Ausland zu ermöglichen.

Kostenlose Operation

Eine Hilfsorganisation machte schließlich Leong auf das Schicksal des kleinen Buben aufmerksam, und er mobilisierte weitere Kollegen, um Jhonny kostenlos zu operieren. "Jhonnys Fall war ganz schön heftig, aber wir konnten ihm helfen und hoffen nun, dass sich seine Leben deutlich verbessern wird", sagte der Arzt der Nachrichtenagentur AFP.

Derzeit erhole sich Jhonny in einem Rehabilitationszentrum, sei voller Energie und führe ein ganz normales Leben, sagte Leong weiter. Die Wucherung habe dem kleinen Jungen schwer zu schaffen gemacht, unter anderem sei er Zeit seines Lebens gehänselt worden. "Er wollte rennen und spielen, aber sein 'Ball', wie er ihn nannte, hinderte ihn an fast allem". (APA, derStandard.at, 10.7.2014)

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