Niederösterreicherin zahlte für paramedizinische Behandlung 450 Euro

9. Juli 2014, 13:13
99 Postings

Arbeiterkammer warnt vor Heilungsversprechen und rät, vorab Informationen zur Behandlung einzuholen

Eine Rechnung von 450 Euro nach einer paramedizinischen Behandlung: Die Arbeiterkammer Niederösterreich warnt in einer Aussendung vor solchen Praktiken und rät zu einem kritischen Blick.

Einer Niederösterreicherin war von ihrem Arzt zu einer Operation aufgrund von Problemen mit der Speiseröhre geraten worden. Diese suchte daraufhin eine ihr unbekannte Medizinerin auf, die auf recht ungewöhnliche Behandlungsmethoden zurückgriff: Sie wurde in ein Nebenzimmer gebracht und musste "seltsame Sätze", wie es in der Aussendung heißt, nachsagen. Von der Operation riet ihr die Ärztin ab. Nach zweieinhalb Stunden in der Praxis bekam die Frau eine Rechnung von 450 Euro präsentiert.

Vorab informieren

"Wer krank ist, ist in einer Ausnahmesituation und häufig verzweifelt. Wir alle sind dann hilfloser und anfälliger für Heilungsversprechen", erklärt Josef Fraunbaum von der AKNÖ. Es sei aber wichtig, sich auch in dieser Lage auf seinen gesunden Menschenverstand zu besinnen und nachzufragen, was bei der Behandlung passiert und wieviel sie kosten soll.

Die Frau bekam ihr Geld übrigens wieder zurück. Sie ist aber laut AKNÖ kein Einzelfall. (red, derStandard.at, 9.7.2014)

Share if you care.