Burgtheater und Bundestheater-Holding klagen Wirtschaftsprüfer PwC

8. Juli 2014, 18:37
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Klage soll Schadenersatzansprüche sichern

Wien - Die Bundestheater-Holding und das Burgtheater haben die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) und drei ihrer Prüfer geklagt. Das meldet "Die Presse" in ihrer morgigen Ausgabe. PwC habe ab 2005/06 fünf Jahre lang die Bilanzen des Burgtheaters geprüft und den Jahresabschluss stets mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

PwC habe die Praxis nicht beanstandet, dass auch Produktionen über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren abgeschrieben wurden, obwohl sie schon lange nicht mehr auf dem Spielplan standen und teilweise nicht einmal die Kulissen dafür existierten. Erst die Nachfolger von KPMG wollten das ab 2012 nicht mehr decken und verlangten eine Änderung der Abschreibungsmethodik.

Da nun auf Nachfrage nach den damaligen Prüfungsdetails "nicht so ausführlich, wie wir uns das erwartet haben" geantwortet worden sei, wie die Zeitung den interimistischen Holding-Chef Othmar Stoss zitiert, wurde nun geklagt. "Wir hätten uns die Kosten der Klagseinbringung gern erspart, aber nachdem PwC nicht bereit war, einen Verjährungsverzicht abzugeben, blieb uns nichts anderes übrig, als dies zu tun", so Holding-Anwältin Eva Krichmayr zur "Presse". Damit sei gewährleistet, dass Schadenersatzansprüche nicht verjährten. (APA, 8.7.2014)

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