Das beste Stück: Nachgefragt bei Marion Ebner-Ebenauer

Kolumne13. Juli 2014, 10:19
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Michael Hausenblas fragt die Poysdorfer Winzerin Marion Ebner-Ebenauer nach der Bedeutung ihrer Teekanne

"Ich wurde vor drei Jahren während einer Reise nach Japan zur Teetrinkerin. Man könnte sagen, ich bin ein Sencha-Junkie. Sencha ist ein grüner Tee aus Japan. Ich hab bereits nach kurzem gemerkt, wie mir dieses Getränk bekommt. Ich bin berufsbedingt oft unterwegs, auf internationalen Verkostungen und Messen. Da gibt es immer viel zu essen und zu trinken. Ich sehe den Tee als eine Art Gegengift. An die zwei Liter pro Tag werd ich schon trinken.

Der erste Aufguss wird entsorgt

Zuerst wird das Wasser in einer großen Kanne erhitzt, dann gieße ich es auf den Tee in die kleine, die man auf dem Bild sieht. Der zweite Aufguss schmeckt am besten. In Japan sagt man, den ersten Aufguss serviert man seinen Feinden, den zweiten seinen Freunden. Bei mir wird der erste einfach entsorgt. Bezüglich ihrer Herkunft ist die Kanne gar nichts Besonderes, ich hab sie auf dem Naschmarkt gekauft. Dennoch ist sie mir sehr ans Herz gewachsen. Ich schmuggle sie und meinen Tee auch auf jeder Reise in meinen Koffer hinein." (Michael Hausenblas, Rondo, DER STANDARD, 11.7.2014) 

Marion Ebner-Ebenauer betreibt gemeinsam mit ihrem Mann Manfred ein Weingut in Poysdorf.

  • Die Liebe zum Teetrinken kam auf einer Reise nach Japan.
    foto: nathan murrell

    Die Liebe zum Teetrinken kam auf einer Reise nach Japan.

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