Atmos von Jaeger-LeCoultre: Die Uhr, die atmet 

    Ansichtssache10. Juli 2014, 09:29
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    Noch bis 16. August gibt es die seltene Möglichkeit, verschiedene Exemplare der Kultuhr Atmos aus unterschiedlichen Epochen in der Jaeger-LeCoultre-Boutique in Wien zu sehen

    Noch bis 16. August gibt es die seltene Möglichkeit, verschiedene Exemplare der Kultuhr Atmos aus unterschiedlichen Epochen in der Jaeger-LeCoultre-Boutique in Wien zu sehen - eine Ansichtssache

    foto: jaeger-lecoultre

    Die Atmos wie sie 1928 ausgesehen hat.

    In diesem Jahr reichte der Neuenburger Ingenieur Jean-Léon Reutter einen Patentantrag für einen Motor ein, dessen Antriebssystem auf den Schwankungen des Luftdrucks beruhte. 

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    Das Funktionsprinzip als schematische Skizze

    Tatsächlich gewinnt das Uhrwerk dieser Hochpräzisions-Tischuhr die minimal erforderliche Energie für seinen Lauf aus den Schwankungen der Umgebungstemperatur. Jedes Mal, wenn diese um ein Grad Celsius steigt oder sinkt, speichert seine Antriebsfeder genügend Kraft für 48 Stunden Gangautonomie.

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    Das älteste Ausstellungsstück stammt aus dem Jahr 1934.

    Das Geheimnis: ein Gasgemisch in einer mit einem Akkordeonbalg vergleichbaren Kapsel dehnt sich aus, wenn die Temperatur steigt, und zieht sich zusammen, wenn es kühler wird.

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    Retrofuturistisch: eine Re-Edition des Modells aus 1930

    Die Kapsel macht diese Bewegung mit und ist mit der Aufzugsfeder der Tischuhr verbunden, so dass diese im Tagesverlauf immer wieder aufgezogen wird. Dank dieser genialen Erfindung nahm ein Uhrwerk Gestalt an, das dem alten Traum vom Perpetuum mobile schon sehr nahe kommt.

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    Atmos Classique

    Die Konstruktion dieser ständig perfektionierten Tischuhr erfordert äußerste Präzision. Um den Energieverbrauch, die Reibung und Abnutzung so gering wie möglich zu halten, ist das Uhrwerk so gebaut, dass es weder geölt noch sonst wie gewartet werden muss.

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    Atmos Classique vergoldet

    Tatsächlich wäre die Reibung eines Schmiermittels auf den Trieben schon so groß, dass das Werk stillstehen würde.

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    Atmos Plexi mit maritimen Motiven (1963 bis 1975)

    Einige Eckdaten illustrieren die Leistung der Atmos-Uhrmacher:

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    Atmos Classique Phase de Lune

    Obwohl die Atmos das größte von Jaeger-LeCoultre gebaute Werk ist, beansprucht diese deutlich weniger Energie als das kleinste mechanische Uhrwerk der Welt, das ebenfalls von der Manufaktur gefertigte Kaliber 101.

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    Atmos, schwarz lackiert, mit feiner China-Malerei (1997)

    Aber zurück zu den Eckdaten, dieses Wunderwerkls: Die Atmos benötigt knapp den 240. Teil der Antriebskraft einer gewöhnlichen Armbanduhr.

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    Atmos Classique Phase de Lune

    Oder ein weiteres Beispiel: 60 Millionen Atmos-Tischuhren brauchen gerade mal so viel Energie wie eine Glühbirne von 15 Watt.

    Und: Das Modell mit Mondphasenanzeige weicht nur alle 3821 Jahre einen Tag von der korrekten Zeit ab - verspricht der Hersteller. Das zu überprüfen könnte allerdings schwierig werden.

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    Atmos 561 by Marc Newson

    Wie sicher schon aufgefallen ist, ist das Drumherum dieser außergewöhnlichen Tischuhr fast beliebig gestaltbar. So hat sich zum Beispiel auch der australische Künstler Marc Newson am Design der Atmos versucht. Dieser Zeitmesser ist ebenso in der Ausstellung zu sehen, wie ...

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    foto: jaeger-lecoultre

    Atmos Classique Transparente Edition Hübner

    ... die auf 25 Stück limitierte Edition der Atmos, die vom Traditionsuhrmacher Hübner anlässlich des 100jährigen Jubiläums gestaltet wurde. (Markus Böhm, derStandard.at, 10.07.2014)

    Ausstellungsinfo:

    Die Ausstellung läuft noch bis inklusive 16. August 2014.

    Jaeger-LeCoultre Boutique Wien
    Graben 28
    1010 Wien

    Öffnungszeiten:

    Montag bis Freitag 10:00 - 18:00 Uhr
    Samstag 10:00 - 17:00 Uhr

    Kontakt:

    Tel.: +43 1 533 48 47
    E-Mail: jaeger-lecoultre@uhrenhuebner.at

    Der Eintritt ist frei.

    Infos zur Atmos:

    Jaeger-LeCoultre

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