Österreich weltweit zweitgrößter Importeur von Holz

8. Juli 2014, 14:17
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Laut Studie an Universität Graz wurden 2012 8,1 Millionen Festmeter Holz importiert

Wien/Graz - Österreich ist nach China der zweitgrößte Importeur von Holz weltweit. Das geht aus einer Studie des Instituts für Systemwissenschaften, Innovations- und Nachhaltigkeitsforschung (ISIS) der Universität Graz hervor. Darin wurden erstmals die Daten von Ernte und Import sowie Verbrauch und Export für alle land- und forstwirtschaftlichen Güter verglichen.

Die Grazer Studie hat das Aufkommen der Jahre 1995 bis 2012 näher unter die Lupe genommen. Dabei hat sich speziell im Bereich Holz eine drastische Situation in Bezug auf den Holzimport gezeigt. Aus der Untersuchung ging hervor, dass Österreich im Jahr 2012 8,1 Mio. Festmeter Holz importiert hat und somit der weltweit zweitgrößte Holzimporteur war. Auf Platz eins rangiert China mit rund 38 Mio. Festmetern, Platz drei wird von Schweden (7,3 Mio. Festmeter) eingenommen, heißt es in der Mitteilung der Universität am Dienstag.

Als Herkunftsländer der Holzimporte nannte der Grazer Wirtschaftswissenschafter an der Grazer Uni auf Anfrage der APA Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Polen und Ukraine. Überseeimporte seien laut Posch mengenmäßig nicht so relevant.

Die Studie habe auch aufgezeigt, dass im Jahr 2010 an die 17 Prozent der verfügbaren Holzmenge in Österreich direkt der thermischen Nutzung zugeführt - also verbrannt - wurden, ohne zuvor der Säge-, Papier- und Plattenindustrie als Rohstoff gedient zu haben. Für die Anteile der Sägeindustrie, Papier- und Zellstoffindustrie am Holzbedarf würden noch keine exakten Daten vorliegen: "Das wird unser nächster Analyseschritt sein", so Posch.

Die Abhängigkeit Österreichs von Importen von land- und forstwirtschaftlicher Biomasse generell, habe im Untersuchungszeitraum stetig zugenommen, schilderte der Experte. Laut Posch hat sich zwischen 1995 und 2010 die Lücke zwischen heimischen Biomassekonsum und der Ernte verdoppelt. "Der Verbrauch überstieg in diesem Zeitraum die heimische Extrahierung um 5,4 Mio. Tonnen", hielt Posch fest. (APA, 8.7.2014)

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    foto: apa/dpa/bernd thissen
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