Meusburger weiter, Mayr-Achleitner out

8. Juli 2014, 13:51
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Titelverteidigerin hatte große Mühe mit der Tschechin Smitkova

Bad Gastein - Titelverteidigerin Yvonne Meusburger (AUT-6) hat am Dienstag nach hartem Kampf und einer regelrechten Break-Orgie die erste Hürde des WTA-Tennis-Turniers "Nürnberger Gastein Ladies" gemeistert und die tschechische Qualifikantin Tereza Smitkova, die in Wimbledon immerhin das Achtelfinale erreicht hatte, nach 2:51 Stunden mit 7:6(9), 4:6, 7:5 bezwungen. Im Achtelfinale trifft Meusburger nun auf die Südafrikanerin Chanelle Sheepers.

Weniger gut lief es für Patricia Mayr-Achleitner. In ihrem achten Antreten bei der achten Auflage des WTA-Turniers verlor die Tirolerin erstmals in der ersten Runde und unterlag dabei der als Nummer fünf gesetzten Ukrainerin Jelina Switolina nach nur 1:09 Stunden klar mit 1:6, 4:6.

Mit Lisa Maria Moser ist noch eine weitere Österreicherin im Bewerb, sie trifft im Achtelfinale auf die Italienerin Camila Giorgi (7).

Meusburger führte im ersten Satz im Tiebreak bereits 6:1, ließ Smitkova aber nochmals herankommen, um die Satz-Entscheidung 11:9 zu gewinnen. Im zweiten Durchgang, den Smitkova 4:6 für sich entschied, gab es gleich sieben Breaks. Im entscheidenden Satz, den die Tschechin lange beherrschte, gab es das erlösende 7:5 für die Lokalmatadorin.

"Es war ein komisches Ende", gestand Meusburger und schilderte: "Im Publikum schrie jemand was, ich spielte weiter, Smitkova meinte es gäbe 'ein Aus'." Das war der entscheidende Matchball nach 2:51 Stunden. "Kurzfristig überlegte ich, den Ball wiederholen zu lassen. Aber das wäre auch blöd gewesen."

Anschließend sprach "Meuse" von einer schweren Geburt bei ihrem diesjährigen Erstrundensieg: "Ich freue mich, weiß aber nicht, ob ich es verdient habe. Ich habe einen schlechten Start erwischt." Von Vorteil sei gewesen, dass es leicht geregnet hat ("das liegt mir") und dass Smitkova keine Antwort auf die Spins der 30-jährigen Vorarlbergerin gewusst habe. "Solche Matches kommen mir entgegen, da habe ich Vorteile im Kopf. Aber ich war teilweise zu kurz und habe definitiv zu viele Fehler gemacht", bekannte sie.

Bei den unwirtlichen Bedingungen nicht sonderlich wohl gefühlt hat sich hingegen die 27-jährige Mayr-Achleitner: "Es war ein schwieriges Match, noch dazu war es nicht ganz mein Wetter. Die Gegnerin ist einfach perfekt gestartet, sie hat von Beginn an druckvoll gespielt", analysierte sie. "Sie schießt auf alles. Das ist auf dieser Höhe nicht ganz normal. Aber das liegt ihr scheinbar besser." Switolina ließ ihr auch im Vorjahr in Bad Gastein keine Chance (Viertelfinale), im heurigen April setzte sich die ÖTV-Spielerin in Marrakesch in drei Sätzen durch.

Mayr-Achleitner gestand, dass sie sehr traurig sei nach dieser Niederlage. "Aber ich weiß das einzuschätzen. Trotzdem bleibt Bad Gastein für mich eines der Lieblingsturniere. Ich werde sicher wiederkommen." Die Nummer 77 der Welt, die gehandicapt durch einen Bänderriss eine schwierige Vorbereitung auf die Sandplatzsaison hatte, haderte zudem auch mit Auslosungspech in dieser Saison: "Ich treffe immer wieder auf Gegnerinnen zwischen 30 und 40 in der ersten Runde", so Mayr-Achleitner.

Die Sandplatz-Saison ist für die Tirolerin nun beendet. Sie fliegt am Samstag zum Turnier nach Istanbul, um sich auf die Hartplatzsaison mit dem Höhepunkt US Open in New York vorzubereiten. (APA/red, 8.7.2014)

  • Meusburger musste all ihr Können aufbieten, um die erste Runde zu überstehen.
    foto: apa/expa/johann groder

    Meusburger musste all ihr Können aufbieten, um die erste Runde zu überstehen.

  • Mayr-Achleitner versprach trotz Niederlage wieder zu kommen.
    foto: apa/expa/johann groder

    Mayr-Achleitner versprach trotz Niederlage wieder zu kommen.

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