Betrunken Radfahren im Urlaub kann teuer werden

8. Juli 2014, 14:06
12 Postings

ÖAMTC warnt Urlauber: Promillegrenzen zwischen 0,0 und 1,6 Promille - Mindeststrafen von 65 bis 500 Euro. In Irland kann besoffen Radfahren sogar bis zu 2.000 Euro kosten

In betrunkenem Zustand im Ausland auf dem Fahrrad erwischt zu werden, kann ähnlich teuer werden wie in Österreich. Reisende sollten sich daher über die jeweilige Promillegrenze in ihrem Urlaubsland informieren, rät der ÖAMTC. Die Limits können nämlich stark variieren - von 0,0 Promille in Tschechien bis zu 1,6 Promille für Radfahrer in Deutschland.

Strafhöhen variieren

"Trinkt man als Fahrradfahrer mehr Alkohol als erlaubt, drohen hohe Geldstrafen", warnte ÖAMTC-Touristikerin Maria Renner. In Italien, Frankreich, Kroatien, der Schweiz und den Niederlanden liegt der Grenzwert am Fahrradlenker bei 0,5 Promille. Die Strafhöhen variieren zwischen 65 Euro in Kroatien und mindestens 500 Euro in Italien.

Keine Promillegrenze - dennoch ist Vorsicht geboten

"Vorsichtig sein sollten Urlauber auch in Ländern, in denen es keine Promillegrenze gibt - wie in Großbritannien, Irland, Dänemark, Finnland, Norwegen oder Schweden", erläuterte Renner. In diesen Ländern ist Fahrradfahren verboten, wenn der Lenker alkoholbedingt nicht mehr in der Lage ist, sicher zu fahren. Bei einer Kontrolle durch die Polizei oder auffälligem Fahrverhalten können hohe Strafen verhängt werden, in Irland beispielsweise bis zu 2.000 Euro.

Österreich mit zweithöchster Toleranzschwelle

Für Radfahrer in Österreich liegt der Grenzwert bei 0,8 Promille. Das ist die zweithöchste Toleranzschwelle hinter Deutschland. "Wer mit einem höheren Alkoholwert erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe ab 800 Euro rechnen", so die Warnung der Expertin an alle Inlandsurlauber und "Daheimbleiber". (APA, red, derStandard.at, 08.07.2014)

  • Artikelbild
    foto: bmi/alexander tuma
Share if you care.