Life on Mars: Intervalltraining ist ein Gruß aus der Hölle

Blog9. Juli 2014, 14:03
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Intervalltraining ist ein Gruß aus der Hölle - und macht trotzdem Spaß. Außerdem ist es hocheffizient. Auf der Marswiese spielte ich das Spiel zwischen Verzweiflung und Hochgefühl zum ersten Mal auf einer Laufbahn - und entdeckte einen (fast) nackten Kanzler

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foto: thomas rottenberg

Intervalle sind Hunde. Jedes Mal aufs Neue. Und das, obwohl man ohnehin im Vorhinein weiß, was kommt. Intervalle eben. Vollgas. Pause. Vollgas. Pause. Wenn man Intervalle richtig anlegt, hat man zur Hälfte das Gefühl, dass nix mehr geht. Echt nix. Weil man nämlich tot umfällt, wenn man das jetzt noch einmal macht. Oder vielleicht eh schon tot ist.

Aber dann steht Jakob wieder an der Startlinie, hat die Hand am Startknopf seiner Uhr und sagt: "Bereit?" Und weil alle wissen, dass das Fragezeichen keines ist, stellen wir uns neben und hinter ihm auf. "Los!" Einmal rundherum. Im Kreis. Genauer: Oval. 400 Meter. Vollgas. Der Trick lautet, erst dann nachzudenken, ob man das überhaupt noch kann - von "wollen" reden wir nicht -, wenn die 200-Meter-Marke vorbei ist. "Umdrehen wäre jetzt auch doof", stand auf Transparenten beim Berlin-Marathon ab Kilometer 30. Auf der Marswiese gilt das genauso: Nach 200 Metern kann man gleich die ganze Runde laufen.

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