iPhone-Hersteller Foxconn will Arbeiter durch 10.000 Roboter ersetzen

8. Juli 2014, 09:11
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Die "Foxbots“ könnten bis zu 300 Millionen iPhones pro Jahr herstellen und eine Entlassungswelle verursachen  

Immer wieder stand Apple-Zulieferer Foxconn in den letzten Jahren wegen schlechter Arbeitsbedingungen in der Kritik: Eine Selbstmordserie erschütterte den taiwanesischen Konzern ebenso wie investigative Reportagen, die unmenschliche Zustände aufdeckten. Schon als 2010 die ersten Berichte über Produktionsbedingungen bei Foxconn aufkamen, kündigte das Unternehmen die Entwicklung von Robotern an, jetzt soll der Plan in die Tat umgesetzt werden.

Letzte Testphase

Bis zu 10.000 sogenannte Foxbots sollen demnächst zum Einsatz kommen, habe der Foxconn-Vorstand laut AppleInsider kürzlich bei einem Treffen der Führungsspitze verlautbart. Die Roboter durchlaufen gerade die letzte Testphase und könnten schon bei der anlaufenden Produktion des iPhone 6 mithelfen.

300 Millionen iPhones

Ein solcher Foxbot kostet rund 20.000 Dollar, soll aber in der Lage sein, jährlich 30.000 Smartphones zu produzieren. Bei 10.000 Robotern könnte Foxconn also 300 Millionen iPhones jährlich ohne menschliche Arbeitsleistung herstellen.

Schon 2011 hat Foxconn-CEO Terry Gou angekündigt, bis 2014 eine Million Foxbots einsetzen zu wollen. Dieser Plan ist scheinbar aufgrund technischer Probleme mit den Robotern gescheitert. Die Zukunftsaussichten für die 1,2 Millionen Foxconn-Mitarbeiter dürften dank der Entwicklungen aber wenig rosig sein.

Noch stellt Foxconn Menschen ein

Vorerst muss Foxconn aber noch auf Menschen setzen: Erst kürzlich war bekannt geworden, dass bis zu 100.000 neue, temporäre Stellen frei werden. Nötig werden zusätzliche Arbeitskräfte durch die anlaufende Produktion des iPhone 6, das bereits Ende September erscheinen könnte. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft könnten dann die ersten Roboter-gefertigten Apple-Smartphones in den Geschäften landen. (fsc, derStandard.at, 8.7.2014)

  • Ihre Arbeit könnte bald von Robotern übernommen werden
    foto: reuters/yip

    Ihre Arbeit könnte bald von Robotern übernommen werden

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