260 Waren online bestellt und nicht bezahlt: Salzburger verurteilt

7. Juli 2014, 16:58
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Wegen "betrügerischen Datenverarbeitungsmissbrauchs" 

Zwei Salzburger sind am Montag wegen "betrügerischen Datenverarbeitungsmissbrauchs" am Landesgericht Salzburg nicht rechtskräftig verurteilt worden. Die Männer im Alter von 36 und 34 Jahren sollen rund 260 Waren im Gesamtwert von über 50.000 Euro im Internet bestellt, diese aber nicht bezahlt haben.

Schuhe und Bekleidungstücke 

Der erstangeklagte 36-Jährige fasste ein unbedingte Haftstrafe von sieben Monaten aus. Er hat laut Anklage 173 Bestellungen zwischen 2010 und 2012 in Online-Shops verschiedener Firmen abgegeben. Dabei soll er es hauptsächlich auf Schuhe und Bekleidungstücke abgesehen haben. Der Mann bekannte sich nicht schuldig: Der Zweitangeklagte habe ihn nur belasten wollen, lautete sein Rechtfertigung. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, er habe sich Waren an Paketstellen nach Freilassing und Berchtesgaden im angrenzenden Bayern schicken lassen. Dazu habe er die Accounts des Paket- und Brief-Expressdienstes DHL "gehackt".

Geständnis

Der zweitangeklagte 34-Jährige legte vor Richter Peter Egger ein Geständnis ab. Er soll zusammen mit dem Erstangeklagten ab Oktober 2012 weitere 91 Waren im Gesamtwert zwischen 3.000 und 50.000 Euro bestellt, aber nicht bezahlt haben. Die Strafe fiel für ihn geringer aus: Er erhielt sechs Monate bedingte Haft.

Geschädigte des vorgeworfenen Datenverarbeitungsmissbrauchs waren Firmen, die ihre Waren online angeboten hatten. Da weder die Staatsanwaltschaft noch die Verteidigung eine Erklärung nach der Urteilsverkündung abgegeben hat, sind die Schuldsprüche nicht rechtskräftig, wie Gerichtssprecher Imre Juhasz erläuterte. (APA, 7.7. 2014)

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