Kickstarter: Als das Web tausende Dollar für Kartoffelsalat zahlte

7. Juli 2014, 15:03
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Einfaches Koch-Experiment fand bereits über 1.000 Unterstützer per Crowdfunding

Am Anfang war der Kartoffelsalat. Viel simpler gestrickt, wie die Kickstarter-Kampagne von Zack Brown, kann eine Crowdfunding-Aktion kaum sein. "Potato Salad" heißt seine Sammelaktion, deren ursprüngliches Finanzierungsziel bei zehn Dollar liegt. "Ich mache einfach nur Kartoffelsalat. Ich habe mich noch nicht entscheiden, nach welcher Art", lautet die Beschreibung.

Schon 8.000 Dollar erreicht

Rund fünf Tage nach dem Start weist der Zählerstand stolze 8.000 Dollar aus, immerhin bereits das Achthundertfache des gewünschten Mindestbetrages. Und bis 2. August bleibt willigen Unterstützern noch Zeit, selbst einen Beitrag zu leisten. Einen Bissen des Salates gibt es für drei Dollar, für zehn Dollar darf man der Herstellung der Speise beiwohnen. Für 35 Dollar sichert man sich ein T-Shirt, für 50 Dollar ein Kochbuch.

Von der kleinen Koch-Aktion zur Kartoffelparty

Der Ansturm auf den Kartoffelsalat – als solcher ein Erstlingswerk von Brown – hat die Kampagne um weitere Zusatzziele wachsen lassen. Mittlerweile ist die Verwendung von Bio-Mayonnaise und mehreren Rezepten (inklusive veganer Variante) vorgesehen, für die ein Koch konsultiert werden soll. Außerdem wird es einen Livestream der Zubereitung geben. Umgesetzt wurde bereits ein "Dankeschön"-Video, in dem Brown verrät, dass sein geheimes Ziel eigentlich 60 Dollar waren.

Als zuletzt auch die 3.000-Dollar-Marke geknackt wurde, versprach Brown das Anmieten einer partytauglichen Location, an der sich die Financiers des Kulinarik-Experiments am Ergebnis laben können sollen. Neue "Stretch Goals" wurden derweil für das außer Rand und Band geratene Salatprojekt noch nicht ausgerufen.

Kommentare

Amüsiert zeigen sich viele Nutzer in den Kommentaren zum Kickstarter. "Kartoffelsalat ist dafür gedacht ist, an den Tisch gebracht und geteilt zu werden und ihr habt das auf globaler Ebene verwirklicht", gratuliert etwa JP Manzana. "Ich habe dieses Projekt unterstützt, in der Hoffnung, dass auch andere eines Tages davon träumen, Kartoffelsalat zu machen", schreibt Christopher Pickford.

Christopher Wolforth ergänzt, dass dieses Unterfangen für ihn auf einem "tiefen und spirituellen Level" von Bedeutung ist. Bis zum Ablauf des Crowdfundings dürfte sich wohl noch der eine oder andere Tausender zusätzlich in die Kickstarter-Kasse gesellen, zumal mittlerweile einige größere Online-Medien über die Aktion berichten . (gpi, derStandard.at, 07.07.2014)

archer avenue


  • Das Internet liebt neuerdings Kartoffelsalat.
    foto: jules:stonesoup / cc by 2.0 flic.kr/p/axw1y2

    Das Internet liebt neuerdings Kartoffelsalat.

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