Arabische Staaten befürchten ISIS-Vormarsch in Libyen

7. Juli 2014, 13:01
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Ägypten, Algerien und Tunesien wollen Beratungen über Bedrohung für Region und mögliche Kooperation

Algier/Kairo - Ägypten, Algerien und Tunesien wollen gemeinsam einen Vormarsch der Terrormiliz ISIS (Islamischer Staat) im Nachbarland Libyen verhindern. Unter Verweis auf örtliche Sicherheitskreise berichtete die algerische Zeitung "Al-Khabar" (Montag), kamen Vertreter von Geheimdiensten und Sicherheitsbehörden an einem unbekannten Ort zusammen, um über die Bedrohung für die Region und eine mögliche Kooperation zu beraten.

Dem Bericht zufolge herrschte Einigkeit darüber, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis die radikal-sunnitische, extremistische Organisation ISIS einen Ableger in dem von Unruhen gebeutelten Land gründen werde. Dies dürfte nach Einschätzung der Sicherheitsexperten auch zu einem Machtkampf der ISIS mit der Al-Kaida im islamischen Maghreb (AQMI) führen.

In Libyen halten sich seit dem Sturz des Langzeitmachthabers Muammar al-Gaddafi zahlreiche Milizen auf. Unter ihnen sind auch viele Jihadisten, einige sind mit der Terrororganisation Al-Kaida verbunden, andere haben bereits Sympathien zur ISIS bekundet. (APA, 7.7.2014)

  • Ein ausgebranntes Armeefahrzeug in der von ISIS-Rebellen eingenommenen Stadt Mossul - mehrere nordafrikanische Staaten befürchten einen Vormarsch der Islamisten in Libyen.
    foto: reuters/stringer

    Ein ausgebranntes Armeefahrzeug in der von ISIS-Rebellen eingenommenen Stadt Mossul - mehrere nordafrikanische Staaten befürchten einen Vormarsch der Islamisten in Libyen.

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