Analysten-Stimmen vom 7.7.

7. Juli 2014, 09:23
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Citigroup und Kepler zu Erste

Citi-Analysten kürzen Erste-Kursziel von 26 auf 20 Euro

Die Wertpapierexperten der Citigroup haben das Kursziel und ihre Gewinnschätzungen für die Erste Group deutlich reduziert. Nicht nur für das von der Verlustankündigung betroffene Jahr 2014 kürzen die Experten ihre Prognosen, sondern auch die Jahre 2015 und 2016 werden schwächer erwartet.

Bei der Verlustankündigung am vergangenen Donnerstag hat die Erste Group einen negativen Effekt von 1,7 Mrd. Euro auf das Ergebnis aufgrund von gleich mehrerer ergebnisbeeinflussender Bilanzkorrekturen angekündigt. Genannt wurden unter anderem Abschreibungen auf den Firmenwert und ein schnelleres Aufräumen bei den sogenannten "Non-Performing-Loans" (NPL) in Rumänien. Zudem mache eine neue Gesetzesgrundlage in Ungarn für Fremdwährungskredite zusätzliche Rückstellungen notwendig.

Besonders die Maßnahmen in Rumänien bezeichnen die Citigroup-Analysten dabei als "Enttäuschung". Die Gesetzgebung in Ungarn hätte dagegen bereits erwartet werden können. Aufgrund der negativen Überraschungen in Rumänien werfen die Experten in ihrer Analyse die Frage auf, ob die Erste Group sich noch auf weitere Vorfälle im Bezug auf den Bilanzcheck (AQR) der EZB einstellen muss.

Beim Ergebnis je Aktie erwarten die Citi-Analysten nun einen Verlust von 3,41 Euro für 2014, sowie einen Gewinn von 1,96 bzw. 2,16 Euro je Titel für die beiden Folgejahre. Ihre Dividendenschätzung je Erste-Papier beläuft sich auf 0,20 Euro für 2014, sowie 0,80 bzw. 0,85 Euro für 2015 bzw. 2016.

Am Montagvormittag notierten die Erste-Titel an der Wiener Börse mit plus 0,54 Prozent bei 19,59 Euro.

Kepler-Analysten senken Erste-Kursziel

Die Wertpapierexperten von Kepler Cheuvreux haben ihr Kursziel von 24 auf 22 Euro reduziert. Die Empfehlung "Hold" wurde unterdessen bestätigt.

Nach der Verlustankündigung der Erste Group haben auch die Experten von Kepler Cheuvreux ihre Gewinnschätzungen deutlich reduziert. Die Aktien werden den Analysten zufolge aufgrund des Verlustes 2014 und der schwachen Unternehmensprognose für 2015 unter Druck geraten. Die Experten rechnen allerdings damit, dass die jüngsten Abschreibungen für Rumänien das letzte "Saubermachen" gewesen sein könnten und trauen der Erste Group vertretbare Gewinne schon 2015 zu.

Beim Ergebnis je Aktie erwarten die Kepler-Analysten einen Verlust von 3,68 Euro für 2014, sowie einen Gewinn von 1,85 bzw. 2,09 Euro für die beiden Folgejahre. Für 2014 erwarten die Experten keine Dividende, aber für 2015 bzw. 2016 prognostizieren sie eine Ausschüttung von 0,40 bzw. 0,50 Euro je Titel.

Am Montagnachmittag notierten die Erste-Titel an der Wiener Börse mit minus 2,28 Prozent bei 19,04 Euro. (APA, 7.7.2014)

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