Deutsche Kanzlerin Merkel in China

Ansichtssache7. Juli 2014, 09:26
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Peking/Berlin - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt am Montag in Peking mit der chinesischen Staatsführung zusammen. Mit Ministerpräsident Li Keqiang wird sie an der ersten Tagung des neuen deutsch-chinesischen Wirtschaftsausschusses teilnehmen. Das Gremium soll beide Regierungen beraten. Zu Mittag trifft sie Staatspräsident Xi Jinping. Am Sonntag war Merkel im westchinesischen Chengdu, am Dienstag reist sie zurück.

Merkel hat China zu einer weiteren Öffnung für die ausländische Wirtschaft und zu mehr Reformen aufgefordert. Bei einem Besuch in Peking bekräftigte Merkel wie auch Chinas Ministerpräsident Li Keqiang, dass beide Länder enger zusammenarbeiten wollen. Dazu ist 2015 eine "Innovationsoffensive" geplant, China wird im nächsten Jahr zudem Partnerland der Computermesse Cebit in Hannover. Merkel mahnte aber: "Wir wissen, dass sich die Innovationspartnerschaft nur dann gut entwickeln kann, wenn wir die dafür notwendige Rahmenbedingungen schaffen." Dazu gehöre, dass zu einer wirtschaftlichen auch eine gesellschaftliche Entwicklung komme. Ausdrücklich betonte sie, dass dazu auch mehr Freiheiten für die Menschen und ein freier Meinungsaustausch gehörten.

Der seit 2013 amtierende Regierungschef Li sagte Reformen bei den Menschenrechten zu. China stehe aber vor enormen Herausforderungen und müsse noch 200 Millionen Menschen aus der Armut führen, fügte er hinzu. Als eher unwahrscheinlich gilt, dass sich Merkel erfolgreich für den Wunsch des chinesischen Künstlers Ai Weiwei einsetzen kann, seine noch bis zum 13. Juli in Berlin geöffnete Ausstellung besuchen zu dürfen. Ai wird die Ausreise verweigert. (APA, 7.7.2014)

foto: epa/kay nietfeld

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag auf einem Markt im westchinesischen Chengdu.

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foto: epa/steffen kugler

Merkel probiert ein typischen Gericht aus Sichuan.

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foto: reuters/china daily

Merkel besucht einen Produktionsstandort des FAW-Volkswagen-Unternehmens.

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foto: ap photo/andy wong

Merkel mit dem chinesischen Premierminister Li Keqiang.

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foto: epa/andy wong

Merkel und Premier Li bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Peking.

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