Schäuble will noch mehr Steuerschlupflöcher stopfen

6. Juli 2014, 13:26
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Deutschlands Finanzminister kündigt neue Initiativen im Kreis der wichtigsten Industrieländer an

Berlin - Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will die Möglichkeiten internationaler Konzerne zur Steuerflucht und Nutzung entsprechender Schlupflöcher stärker eindämmen. Er kündigte dazu in der "Bild am Sonntag" neue Initiativen im Kreis der wichtigsten Industrieländer (G-7) an. "Wer in Deutschland gute Geschäfte macht, muss auch in Deutschland angemessene Steuern bezahlen", sagte Schäuble.

Während der jetzt übernommenen G-7-Präsidentschaft bei den Finanzministern werde die deutsche Bundesregierung "weiter an weltweit gültigen Regeln arbeiten, die unfairen Steuerwettbewerb eindämmen".

Die Strategie global verzweigter Konzerne, durch geschickte Wahl ihrer nationalen Standorte jeweils nur die geringstmögliche Steuerlast schultern zu müssen, beschäftigt die Finanzminister derzeit auch im Rahmen der EU. Ende Juni engten sie sich darauf, die Spielräume für legale Tricks zum Steuersparen zu beschränken. Konzerne mit Töchtern in mehreren EU-Mitgliedsländern sollen demnach nicht mehr deren unterschiedliche Steuersysteme ausnutzen können, um letztlich überhaupt keine Unternehmensteuern mehr zahlen zu müssen.

Die Debatte um geringere Steuern für Unternehmen hatte zuletzt vor allem durch Vertretungen des US-Technologie-Konzerns Apple in Irland und der US-Kaffee-Kette Starbucks in den Niederlanden neue Nahrung erhalten. (APA, 6.7.2014)

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