Kuba knabbert an dümpelnder Wirtschaft

6. Juli 2014, 13:19
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Die Wachstumsprognose wurde nach unten korrigiert

Havanna - Im sozialistischen Kuba arbeiten inzwischen fast eine halbe Million Menschen in der Privatwirtschaft. Rund 467.000 Kubaner sind nach Regierungsangaben als Privatbeschäftigte auf der Karibikinsel angemeldet. Dabei gebe es fast 13.000 Privatgeschäfte, erklärte Vizepräsident Marino Murillo am Samstag vor dem Parlament in der Hauptstadt Havanna.

Ende der 1960er-Jahre hatte die Castro-Regierung noch alle Kleingeschäfte in Staatshand überführt. Der vorsichtige marktwirtschaftliche Öffnungskurs der letzten Jahre hatte aber bisher nicht den erhofften Effekt in dem rund elf Millionen Einwohner zählenden Karibikstaat. Die Regierung von Staatschef Raul Castro korrigierte ihre Wachstumsprognose für 2014 nach unten von 2,2 auf 1,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das kubanische Parlament beriet am Samstag in Havanna über die Wirtschaftsreformen und die stagnierende Wirtschaft. (APA, 6.7.2014)

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