IWF erwartet 2015 anziehende Konjunktur

6. Juli 2014, 13:07
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Geringere Dynamik als erwartet, Abkühlung in China, spürbarle Erholung in den USA

Aix-en-Provence - Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in der zweiten Jahreshälfte mit einer weltweiten Erholung der Konjunktur sowie einer weiteren Belebung 2015. "Die globale Wirtschaftstätigkeit nimmt zu, aber die Dynamik könnte weniger stark sein als wir es erwartet hatten, weil das Wachstumspotenzial geringer ist und Investitionen gedämpft bleiben", sagte IWF-Chefin Christine Lagarde.

Auch die Eurozone komme allmählich aus der Rezession. Es sei aber wichtig, dass die Länder ihre Reformen weiter umsetzten, so Lagarde bei einer Wirtschaftskonferenz im französischen Aix-en-Provence am Sonntag .

Zugleich rechnet der IWF mit keiner deutlichen Abkühlung in China. Für heuer schätzte Lagarde das chinesische Wirtschaftswachstum zwischen sieben und 7,5 Prozent.

Erholung auch in den USA

Nach einem ersten Quartal, "das viel mehr enttäuschte als erwartet", gebe es nun auch eine "spürbare Erholung" in der US-Wirtschaft, sagte Lagarde.

Sie kündigte an, dass der aktualisierte Ausblick auf die Weltwirtschaft im Laufe des Monats leicht von der im April veröffentlichten Prognose abweichen werde. Der Fonds hatte im Frühjahr die Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft für dieses Jahr leicht auf 3,6 Prozent und für 2015 auf 3,9 Prozent gesenkt. Für China ging der IWF bisher davon aus, dass das Wachstumsziel der Regierung von 7,5 Prozent erreicht werde.

Lagarde betonte zugleich, dass die expansive Geldpolitik von Zentralbanken nur einen begrenzten Einfluss auf die Nachfrage habe. Deshalb sollten Länder das Wachstum auch durch Investitionen etwa in die Infrastruktur, Bildung und Gesundheit unterstützen, solange dies der Schuldenstand erlaube. (APA, 6.7.2014)

  • IWF-Chefin Christine Lagarde ist zwar nicht richtig optimistisch, ein bisschen aber doch.
    foto: reuters/gambarini

    IWF-Chefin Christine Lagarde ist zwar nicht richtig optimistisch, ein bisschen aber doch.

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