Spanien: Feiern und Proteste vor traditionellem Stiertreiben in Pamplona

Ansichtssache6. Juli 2014, 13:09
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Pamplona - Die nordspanische Stadt Pamplona erwartet zu ihrem traditionellen Stiertreiben in diesem Jahr bis zu eine Million Besucher. Bei dem berühmten San-Fermin-Fest werden ab Montag bis zum 14. Juli an jedem Tag in der Früh Kampfstiere durch die engen Gassen der Regionalhauptstadt von Navarra getrieben.

US-Fernsehen überträgt

Hunderte meist junge Menschen laufen vor den gut 500 Kilogramm schweren Bullen her. Bei diesen Mutproben werden alljährlich Dutzende Teilnehmer verletzt. Zur weltweiten Berühmtheit des Spektakels in Pamplona hatte maßgeblich der US-Schriftsteller Ernest Hemingway beigetragen, der das Fest und die Stierrennen in seinem Roman "Fiesta" (1926) beschrieb. In diesem Jahr werden die Stiertreiben von einem TV-Sender auch in den USA direkt übertragen.

Proteste gegen Stierkampf

Am Samstag protestierten rund 200 Tierschützer gegen die Veranstaltung. "Du läufst. Stiere sterben" war bei einer Kundgebung auf Plakaten in verschiedenen Sprachen zu lesen. Die Demonstranten hielten auf einem Platz eine "symbolische Beerdigung" für die 48 Bullen ab, die in der Festwoche bei den abendlichen Stierkämpfen von Toreros getötet werden.

Die Stiertreiben sind Teil der alljährlich stattfindenden Feiern zu Ehren des Schutzheiligen der Region Navarra. Unter den Teilnehmern, die über eine Strecke von rund 850 Metern vor den Bullen herlaufen, sind auch zahlreiche Besucher aus anderen europäischen Ländern, aus den USA und aus Australien. Seit 1922 wurden 15 Läufer von den Stieren tödlich verletzt.  (APA/dpa/red, 6.7.2014)

foto: epa/villar lopez

Tausende halten schon vor Beginn des Fests ihre roten Schals in die Luft.

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foto: ap/andres kudacki

Vor allem junge Männer sind von dem Spektakel begeistert. Sie überschütten sich mit Rotwein.

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foto: apa/epa/jesus diges

Leere Plastik-Weinflaschen landen im Balkon dieser Spanierin.

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foto: ap/andres kudacki

Eine Million Schaulustige werden auch heuer im Pamplona erwartet.

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foto: reuters/vincent west

Das ruft auch Tierschützer auf den Plan.

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foto: ap/alvaro barrientos

"Du läufst. Stiere sterben" ist auf den Schildern zu lesen.

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