Eurofighter: Airbus weist Spionagevorwürfe zurück

6. Juli 2014, 11:10
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Luftfahrtunternehmen sieht keine Anhaltspunkte für Vorwürfe der Betriebsspionage rund um Österreichs Eurofighter-Ankauf

Wien/Toulouse - Das Luftfahrtunternehmen Airbus, früher EADS, hat Vorwürfe der Betriebsspionage im Zusammenhang mit dem Eurofighter-Ankauf Österreichs zurückgewiesen. "Für die weder neue noch bewiesene Behauptung ist auch in den Recherchen und Interviews der letzten Monate kein konkreter Anhaltspunkt gefunden worden", erklärte das Unternehmen in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der APA .

EADS habe alle dem Unternehmen dazu vorliegenden Informationen an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet, heißt es. Mit der Beauftragung der Kanzlei Clifford Chance, einen umfassenden Bericht der damaligen Vorgänge zu erstellen, habe EADS alles in seiner Macht Stehende getan, um zur Aufklärung beizutragen. "EADS hat diesen Bericht in der Folge im vollem Umfang noch 2013 der Staatsanwaltschaft übergeben." Alles, was jetzt ans Licht kommt, "ist das Ergebnis eines von dem gegenwärtigen Management von Airbus angestrengten Aufarbeitungsprozess der damaligen Vorgänge bei EADS", hält Airbus fest.

Der "Kurier" und das deutsche Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" hatten am Samstag unter Berufung auf den internen Bericht der Anwaltskanzlei Clifford Chance den Verdacht der Wirtschaftsspionage geäußert. Demnach soll Franz S., ein inzwischen pensionierter Mitarbeiter der Innenrevision von EADS, in zwei Gesprächen (im Februar 2013) angeben haben, dass er 2007 eine Prüfung der Beraterkosten im Zusammenhang mit der österreichischen Eurofighter-Kampagne in den Räumen von EADS Deutschland durchgeführt habe. Dabei sei er auf 10 bis 15 Aktenordner gestoßen, die offenbar Angebotsunterlagen von Mitbieter Saab/Gripen für Gegengeschäfte enthielten. Wo diese Unterlagen hingekommen sind, ist aber unklar. (APA, 6.7.2014)

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