NSA-Spionage: Deutscher BND-Agent nutzte Gmail

6. Juli 2014, 10:35
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Soll per E-Mail auch Kontakt zu Russland gesucht haben

Der mutmaßliche NSA-Spion, der am vergangenen Mittwoch festgenommen worden war, hat einem Bericht zufolge Googles E-Mail-Dienst genutzt. Wie der “Spiegel” vorab schreibt, hat sich der Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) vor einige Wochen auch Russland per Gmail als Spion angeboten.

Account deaktiviert

Der Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) habe die Nachricht mitgelesen. Die Beamten sollen dem BND-Mann daraufhin mit einer gefälschten russischen Adresse ein Treffen vorgeschlagen haben. Dieser habe das allerdings abgelehnt. Der BfV habe auch versucht die US-Behörden zu kontaktieren, ob die E-Mail-Adresse bekannt sei, allerdings ohne Ergebnis. Kurz darauf habe der BND-Mitarbeiter seinen Account deaktiviert.

Präpariertes Wetterprogramm

Der 31-Jährige sagte bei seiner Festnahme aus, bereits seit zwei Jahren für die USA spioniert zu haben. Auf einem Computer, der im Zuge einer Wohnungsdurchsuchung sichergestellt worden sei, hätten Beamte eine präparierte Wetter-App gefunden. Wenn damit das Wetter in New York abgefragt wird, soll laut Informationen des Nachrichtenmagazins ein Kryptoprogramm starten. (red, derStandard.at, 6.7.2014)

  • Der deutsche BND-Mitarbeiter soll via Gmail Kontakt zu Russland gesucht haben.
    foto: sunday alamba/ap/apa

    Der deutsche BND-Mitarbeiter soll via Gmail Kontakt zu Russland gesucht haben.

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