Argentinien dank Higuain-Treffer im Halbfinale

5. Juli 2014, 20:18
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Frühes Tor entschied Partie gegen Belgien. Defensiv sind die Südamerikaner jedenfalls in Form. Di Maria verletzt

Argentinien steht erstmals seit 1990 im Halbfinale der Fußball-WM. Die "Albiceleste" setzte sich am Samstag im Viertelfinale in Brasilia gegen Belgien 1:0 (1:0) durch. In einem schwachen Match sorgte Argentiniens Stürmer Gonzalo Higuain bereits in der 8. Minute für die Entscheidung. Lionel Messi und Co. haben damit auch ihr fünftes Match bei dieser WM mit einem Tor Differenz gewonnen.

Mit Deutschland, Brasilien und Argentinien stehen nun drei ehemalige Weltmeister und somit drei echte Schwergewichte des Weltfußballs unter den Top-Vier. Belgien, das in diesem Spiel auf der ganzen Linie enttäuschte, verpasste hingegen die erste Halbfinalteilnahme seit 1986 und kassierte die erste Pflichtspielniederlage seit 11. Oktober 2011 (1:3 gegen Deutschland).

Neue Kräfte

Bei den von Alejandro Sabella betreuten Argentiniern standen mit Lucas Biglia, Martin Demichelis und Jose Basanta gleich drei Spieler erstmals bei dieser WM in der Startelf. Bei den Belgiern rückte in der Offensive Kevin Marallas anstelle von Dries Mertens in die Anfangsformation. Auf der Mittelstürmerposition setzte Teamchef Marc Wilmots neuerlich auf den 19-jährigen Divock Origi.

Die Argentinier übernahmen sofort das Kommando und belohnten sich mit dem frühen Führungstreffer. Nach Ballverlust von Belgiens Kapitän Vincent Kompany wurde ein Pass von Angel di Maria von Jan Vertonghen abgefälscht, Higuian fackelte nicht lange und schoss aus 16 Metern trocken zum 1:0 ins linke Eck (8.).

Zerfahrenes Match 

Der davor hart kritisierte Angreifer von SSC Napoli traf zum ersten Mal bei dieser WM. Mit viel Zweikampfstärke und Laufarbeit, auch von Superstar Messi, bremste Argentinien die Ausgleichsbemühungen der Belgier, die Partie wurde zunehmend zerfahren.

Nach rund einer halben Stunde musste mit Di Maria einer der wichtigsten Argentinier verletzt ausgewechselt werden (33.). Er wird sich am Sonntag weiteren Untersuchungen unterziehen. "Ich hoffe, dass es nicht so schwerwiegend ist", sagte Sabella: "Er ist entscheidend für uns".

Messi, der mit Länderspiel Nummer 91 mit Diego Maradona gleichzog, trat mit einem Freistoß aus 17 Metern knapp am Kreuzeck vorbei in Erscheinung (40.).

Lattenschuss

Bei den Westeuropäern lief nicht viel zusammen. Kevin de Bruyne probierte es mit zwei Distanzschüssen (13., 26.), ein Kopfball von Kevin Mirallas verfehlte das Tor knapp (42.).

Die Belgier fanden auch nach der Pause nicht den Faden. Den Argentiniern, die per Konter durch Higuain die Latte trafen (54.), war es recht, dass die Partie dahinplätscherte. Für Belgien gab es jedoch Hoffnung, denn im gesamten Turnierverlauf hat man kein einziges Tor vor der 70. Minute erzielt.

Wilmots wollte mit der Einwechslung der Offensivkräfte Romelu Lukaku und Mertens das Ruder herumreißen, mehr als ein Kopfball von Marouane Fellaini (61.) und Schüsse von De Bruyne (85.) und Axel Witsel (95.) schauten aber nicht heraus. Im Konter scheiterte Messi alleine vor Goalie Thibaut Courtois (93.), den er auch in der spanischen Liga seit rund eineinhalb Jahren nicht bezwungen hat. Argentinien darf dennoch weiter vom dritten Titel nach 1978 und 1986 träumen. (APA, 5.7.2014)

Viertelfinale:

Argentinien - Belgien0 (1:0). Brasilia, Nationalstadion, 69.000, SR Rizzoli (ITA).

Tor: 1:0 (8.) Higuain

Argentinien: Romero - Zabaleta, Demichelis, Garay, Basanta - Lavezzi (71. Palacio), Biglia, Mascherano, Di Maria (33. Perez) - Messi, Higuain (81. Gago)

Belgien: Courtois - Alderweireld, Van Buyten, Kompany, Vertonghen - Witsel, Fellaini - Mirallas (60. Mertens), De Bruyne, Hazard (75. Chadli) - Origi (59. Lukaku)

Gelbe Karten: Biglia bzw. Hazard, Alderweireld

  • Aus. Vorbei. Halbfinale. Martin Demichelis und Javier Mascherano realisieren es.
    foto: apa/epa/ballesteros

    Aus. Vorbei. Halbfinale. Martin Demichelis und Javier Mascherano realisieren es.

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