Parteiakademie der Neos nimmt Gestalt an

4. Juli 2014, 16:00
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"Neos Lab"-Räume sollen im September eröffnet werden

Wien - Die Parteiakademie der Neos nimmt Gestalt an. Loftartige Räumlichkeiten in Wien-Neubau sind gefunden und werden derzeit adaptiert. Fertig werden will man im August, die offizielle Eröffnung des "Neos Lab" soll Mitte September gefeiert werden, sagten Präsidentin Angelika Mlinar und Direktor Josef Lentsch Freitagnachmittag bei einer Baustellenbesichtigung.

Das ebenerdige Lokal in einem Hof in der Neubaugasse 64-66 war früher ein Zahntechniklabor. Die alten Zwischenwände sind bereits herausgerissen, in den kommenden Wochen sollen Arbeitsplätze für acht Mitarbeiter sowie diverse Besprechungs- und Konferenzbereiche entstehen.

Weiterbildungsarbeit

Man suche gleichermaßen die Nähe zu den Bürgern, zur Partei und zum Parlament, sagte Mlinar. Lentsch sprach von einem "offenen Labor" im Kontrast zur "klassischen Kaderschmiede" der anderen Parteien. Im vergangenen halben Jahr wurden - noch ohne eigene Räume - bereits 85 Veranstaltungen abgehalten.

Mit dem "Neos Lab" soll laut Mlinar einerseits klassische Weiterbildungsarbeit für Funktionäre und Mandatare betrieben werden, andererseits aber auch Programmarbeit. Die Themengruppen, in denen sich laut Lentsch bereits mehr als 1.000 Ehrenamtliche engagieren, sollen sich künftig in den neuen Räumen treffen können.

Ein Grundproblem der Neos zeichnet sich auch im "Lab" ab, wie die beiden eingestanden: Der Frauenanteil ist auch hier gering, 25 Prozent in den Themengruppen seien "natürlich zu niedrig", so Lentsch. "Mein feministisch-liberales Herz erlaubt mir, für die Quote zu sein", sagte Mlinar nicht nur in Hinblick auf die Parteiakademie. Diese soll sich des Themas "Genderdemokratisierung" annehmen. Lentsch kündigte ein Nachdenken über das Reißverschlusssystem bei den Kandidatenlisten an, sollte es bei der Beteiligung von Frauen bis 2016 keine substanziellen Fortschritte geben. (APA, 4.7.2014)

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