Hochwasser: Bosnien will EU-Vorbeitrittshilfe nutzen

4. Juli 2014, 12:14
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Nach Angaben der Leiterin der bosnischen Direktion für die EU-Annäherung geht es um 42,4 Millionen Euro

Sarajevo - Bosnien wird die Mittel aus der finanziellen Vorbeitrittshilfe (IPA) der EU, die das Land zwischen 2011 und 2013 nicht ausgenutzt hat, nun zur Behebung von Hochwasserschäden verwenden können. Laut der Leiterin der bosnischen Direktion für die EU-Annäherung, Nevenka Savic, soll es sich um 42,4 Millionen Euro handeln, berichtete die Tageszeitung "Oslobodjenje" heute, Freitag.

Der durch die katastrophalen Überschwemmungen im Mai angerichtete Sachschaden wurde in Bosnien auf zwei Milliarden Euro geschätzt. Die EU-Kommission hatte im Vorjahr die IPA-Hilfe für Bosnien um 54 Prozent bzw. 45 Millionen Euro reduziert. Anlass dafür war die Nicht-Umsetzung eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) aus dem Jahre 2009, in welchem die Aufhebung der Diskriminierung im bosnischen Staatspräsidium gefordert wurde. Im Oktober stehen erneut allgemeine Wahlen bevor. Das Diskriminierungsproblem wurde nicht gelöst. (APA, 4.7.2014)

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