Hitzetod von Baby in Auto: US-Vater droht Todesstrafe 

4. Juli 2014, 11:42
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Beschuldigter Vater hatte 22 Monate altes Kind während seines Arbeitstages im Wagen gelassen

Miami - Weil er seinen einjährigen Sohn sieben Stunden lang alleine im Auto sitzen ließ und so dessen Hitzetod herbeiführte, droht einem Vater in den USA die Hinrichtung. Die Höchststrafe sei in diesem schwerwiegenden Fall durchaus möglich, sagte Richter Frank Cox bei einer Anhörung am Donnerstag im US-Bundesstaat Georgia. Die Freilassung des 33-jährigen Beschuldigten gegen Kaution lehnte er ab.

Während das 22 Monate alte Kind angeschnallt auf der Rückbank des aufgeheizten Autos saß, arbeitete sein Vater im Büro. Nach eigener Darstellung hatte er vergessen, den Buben am 18. Juni im Kindergarten abzuliefern, und den Fehler erst nach Dienstschluss bemerkt. Auf der Rückfahrt sei ihm der leblose Körper auch erst nach einigen Minuten aufgefallen, woraufhin er sofort angehalten und Hilfe gerufen habe.

Zweifel an Behauptung des Vaters

Richter Cox äußerte erhebliche Zweifel an dieser Version der Geschichte: Er stellte die Frage in den Raum, wie der Mann in seinen Geländewagen habe steigen und weiterfahren können, obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits die Totenstarre eingesetzt und ein beißender Gestank im Auto geherrscht haben müsse.

Außerdem stellte sich im Zuge der Ermittlungen heraus, dass der Beschuldigte vor dem Vorfall im Internet Informationen über ein Leben ohne Kinder und Haftbedingungen in Gefängnissen eingeholt hatte. Darüber hinaus sah er sich Videos über Tiere an, die bei großer Hitze qualvoll im Auto verendeten.

Keine Gefühlsregungen

Ein Polizist sagte vor Gericht aus, weder der Vater noch die Mutter des Buben hätten nach dessen Tod erkennbare Gefühlsregungen gezeigt. Mehrere Zeugen beschrieben den Beschuldigten hingegen als liebevollen Vater. Wegen des immensen öffentlichen Interesses an dem Fall wurde die Anhörung am Donnerstag live von mehreren US-Fernsehsendern übertragen. (APA, 4.7.2014)

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