Analystenstimmen vom 4.7.

4. Juli 2014, 10:36
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JPMorgan, Barclays, UBS, Credit Suisse zu Erste Group - Erste-Analysten zu CA Immo

Wien - Die Wertpapierexperten von JPMorgan haben das Kursziel für die Erste Group von 30 auf 21 Euro gesenkt. Gleichzeitig stufen sie die Aktie von "Overweight" auf "Neutral" zurück.

Grund für die Abstufung ist die Verlustankündigung vom Donnerstagabend, bei der die Erste Group die Aktionäre auf einen Verlust in diesem Geschäftsjahr von bis zu 1,6 Mrd. Euro eingestellt hatte. Die Dividende wurde außerdem gestrichen.

Grund für das schlechte Ergebnis seien Probleme mit Fremdwährungskrediten in Osteuropa, hieß es. Die Analysten von JPMorgan streichen die Erste Group damit von ihrer "Analyst Focus List".

Die JPM-Analysten erwarten für das laufende Geschäftsjahr 2014 der Erste Group einen Verlust von 1,22 Euro je Aktie. Für die beiden Folgejahre werden wieder Gewinne gesehen, die Prognosen liegen bei 2,04 (2015) bzw. 2,71 Euro (2016). Für 2014 erwarten die Analysten keine Dividende. Für 2015 und 2016 werden Dividenden von 0,41 bzw. 0,54 Euro je Aktie erwartet. 

Barclays senkt Erste-Kursziel

Die Wertpapierexperten von Barclays haben die Erste Group von "Equal Weight" auf "Underweight" abgestuft und das Kursziel von 28,00 auf 21,40 Euro gesenkt

Die Analysten reagieren damit auf die Verlustbenachrichtigung der Bank vom Donnerstag aufgrund von Einbußen in Ungarn und Rumänien. Ihre Schätzungen für 2015 seien aber erreichbar und würden aller Voraussicht nach nicht nochmals gekürzt werden. Ein Großteil der momentanen Kürzungen seien Einmaleffekte, heißt es in der Studie.

Die Barclays-Analysten erwarten einen Verlust pro Aktie von 3,29 Euro für 2014, und einen Gewinn von 1,72 bzw. 2,32 Euro für die beiden Folgejahre. 2014 rechnen sie mit keiner Dividende, für die Folgejahre 2015 bzw. 2016 schätzen die Analysten 0,20 bzw. 0,50 Euro Dividende je Titel.

UBS senkt Erste-Kursziel

Auch die Wertpapierexperten der UBS haben das Kursziel der Erste Group von 26,50 auf 25,00 Euro gesenkt, die Bewertung der Aktien belassen sie bei "Neutral".

Die Analysten reagieren damit auf die Verlustankündigung der Bank vom Donnerstag, in der die Aktionäre auf einen Verlust von bis zu 1,6 Mrd. Euro im aktuellen Geschäftsjahr eingestellt wurden. Den neuen Ausblick berücksichtigen die Analysten in ihren Prognosen mit einem Verlust von 1,4 Mrd. Euro statt einem Gewinn von 500 Mio. Euro.

Die UBS-Analysten erwarten einen Verlust pro Aktie von 3,33 Euro für 2014, und in den Folgejahren einen Gewinn von 1,78 bzw. 2,33 Euro.

Credit Suisse senkt Erste-Group-Kursziel

Die Wertpapierexperten der Credit Suisse haben das Kursziel der Erste Group von 30 auf 26,37 Euro gesenkt. Beim Anlagenvotum bleiben sie aber bei "Outperform".

Grund für die Anpassung ist die Verlustankündigung vom Vortag von bis zu 1,6 Mrd. Euro im Geschäftsjahr wegen Problemen mit Fremdwährungskrediten in Ungarn sowie der Abschreibung von notleidenden Krediten in Rumänien. Die Analysten bleiben allerdings bei "Outperform", was einer Kaufempfehlung gleichkommt, da aufgrund dieser Nachrichten die Abwärtsbewegung etwas über das Ziel hinausschießen und somit eine Kaufgelegenheit bieten könne. Allerdings sehen sie mehr Wert bei der ungarischen OTP Bank.

Die Analysten der Credit Suisse erwarten einen Verlust pro Aktie von 3,37 Euro für 2014, und einen Gewinn von 2,25 bzw. 2,87 Euro für die beiden Folgejahre. 2014 rechnen sie mit keiner Dividende, für die Folgejahre 2015 bzw. 2016 schätzen die Analysten 0,68 bzw. 1,15 Euro Dividende je Titel

Erste-Analysten heben Kursziel für CA Immo

Die Wertpapierexperten der Erste Group haben jeweils ihre Empfehlung und ihr Kursziel für Titel des Immobilienunternehmens CA Immo erhöht. Das Kursziel hoben sie von 14,1 auf 16,5 Euro an, während für die Titel statt der Empfehlung "Hold" nun die Kaufempfehlung "Accumulate" ausgesprochen wurde.

Die Analysten sehen die Aktien der gesamten Branche von gewerblichen Immobilienunternehmen und damit auch die CA Immo noch als unterbewertet an. Dieser Kursabschlag wird nach Erwartung der Analysten allerdings bald schrumpfen und sich dem Nettoinventarwert (NAV) annähern.

Bezogen auf die CA Immo fällt es den Wertpapierspezialisten dagegen etwas schwerer eine klare Prognose für eine mögliche Dekonsolidierung von Vermögenswerten in CEE zu erstellen. Für 2015 erwarten die Analysten jedenfalls signifikant höhere Einnahmen und eine deutliche Steigerung für den gesamten gewerblichen Immobiliensektor.

Beim Gewinn je Aktie erwarten die Erste-Analysten 0,60 Euro für 2014, sowie 1,17 bzw. 1,28 Euro für die beiden Folgejahre. Ihre Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf 0,45 Euro für 2014, sowie 0,51 bzw. 0,60 Euro für 2015 bzw. 2016. (APA, 4.7.2014)

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