Ein Heimspiel für Lewis Hamilton

3. Juli 2014, 17:55
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Der Mercedes-Pilot hat in Silverstone die Fans im Rücken - Ferrari lockt Ross Brawn

Silverstone - Nach zweiwöchiger Pause ist der Formel-1-Zirkus an diesem Wochenende in Großbritannien, genauer gesagt in Silverstone zu Gast. Den Anfang machen die Piloten heute bei den ersten beiden freien Trainings, in denen die Schottin Susie Wolff im Williams ihr Debüt gibt. Am Sonntag geht ab 14 Uhr dann der Grand Prix über die Bühne.

Die Favoriten auf den Sieg sind schnell ausgemacht, fährt Mercedes doch bislang in einer eigenen Liga. Nico Rosberg führt mit 165 Punkten überlegen die Gesamtwertung an, sein Teamkollege Lewis Hamilton liegt mit 29 Zählern Rückstand auf dem zweiten Platz. Der Brite hat in Silverstone allerdings die Zuseher auf seiner Seite. "Die Unterstützung für mich ist dort absolut unglaublich. Die britischen Fans sind die besten auf der Welt, und es ist wirklich überwältigend, wenn dich tausende Menschen unabhängig vom Wetter oder dem Ergebnis frenetisch anfeuern", sagte der Ex-Weltmeister, der 2008 einen Heimsieg gefeiert hatte. Damals noch in Diensten von McLaren-Mercedes. Als Titelverteidiger geht aber Rosberg ins Rennen.

Konkurrenz wittert Chance

So dominant die Mercedes-Piloten bisher aber auch auftraten, beim Rennen in Spielberg saß die Konkurrenz dem Duo bereits im Nacken. Felipe Massa und Valtteri Bottas von Williams hatten Mercedes im Qualifying abgehängt und erst im Rennen das Nachsehen. "Wenn wir unsere Ziele erreichen möchten, dürfen wir uns keinerlei Fehler erlauben, da stets jemand darauf lauert, diese zu bestrafen", stellt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff klar.

Einen Weg aus der sportlichen Durststrecke sucht derweil Ferrari. Mit 98 Punkten in der Konstrukteurswertung ist das Team nur die dritte Kraft im Formel-1-Lager. Deshalb scheint der Traditionsrennstall auch bereit, tief in die Tasche zu greifen, um wieder in die Erfolgsspur zu finden. So vermeldete die Mailänder Tageszeitung Corriere della Sera, dass die Italiener dem ehemaligen Mercedes-Teamchef Ross Brawn fünf Millionen Euro angeboten hätten, um ihn zu einer Rückkehr zu bewegen. Unter seiner Ägide hatte Michael Schumacher bei Ferrari fünf Titel gefeiert. (APA, best, DER STANDARD, 3.7.2014)

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