Karl Ritter, Musiker und Statussymbol

Kolumne3. Juli 2014, 18:14
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Der Gitarrist der Chefpartie setzt auf Reduktion 

Beim 8. Schrammel.Klang.Festival, das von Freitag bis Sonntag in Litschau rund um den Herrensee stattfindet, "schrammelt" am Samstag Karl Ritter, unterstützt vom Trio Weiße Wände. Dem Gitarristen der legendären Chefpartie geht es "super. Vor allem freu ich mich schon aufs Improvisieren, wir sind flexibel und spielen, was verlangt wird. Da braucht's keine Probe", scherzt Ritter.

Der Musiker fährt mit seinem "unspektakulären" VW-Golf, Baujahr 1999, nach Litschau, denn mit fetten Autos kann er gar nichts anfangen. "Da ich mein eigenes Statussymbol bin, brauche ich sonst keines. Ich bin auch kein Autofanatiker, für mich ist ein Fahrzeug nur berufsbedingt wichtig."

Kein Fetischist

Aber reduziert, denn "früher habe ich immer viel Kramuri und mehrere Gitarren mitgeführt, jetzt reise ich gemäßigt, im Alter heißt die gefragteste Sache ja 'Reduktion'", weiß der 55-Jährige. "Wie gesagt, ich bin kein Fetischist, ich will nur gemütlich sitzen, und der Verbrauch soll sich bitte in Grenzen halten, denn mir ist immer um den Sprit leid, den ich da verfahre. Darum rase ich auch nicht."

Seine (gebrauchten) Autos bezieht Ritter vom Mechaniker seines Vertrauens, "aber mehr als viertausend Euro geb ich nie aus dafür". (Jutta Kroisleitner, DER STANDARD, 4.7.2014)

  • Karl Ritter reist gemäßigt.
    foto: lukas beck

    Karl Ritter reist gemäßigt.

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