Goldman-Kundendaten an falsche Mailadresse versandt

3. Juli 2014, 08:08
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Update: Google blockiert die E-Mail mit sensiblen kundendaten

Bei der US-Investmentbank Goldman Sachs sind hochvertrauliche Kundendaten abhandengekommen. Ein Mitarbeiter einer Vertragsfirma habe die Daten aus Versehen an eine falsche E-Mail-Adresse versandt, erklärte das Unternehmen in einer Klage, die bereits am Freitag in New York eingereicht wurde. Damit soll Google gezwungen werden, die Mail zu löschen.

So könne eine "unnötige und massive" Datenschutzverletzung verhindert werden. Die Bank verlangt zudem von Google Aufklärung, wer Zugriff auf die Daten gehabt haben könnte. Wie viele Kunden betroffen sind, war zunächst unklar.

Google will Gerichtsbeschluss

Goldman Sachs zufolge wollte der Mitarbeiter die Informationen an einen firmeneigenen Account mit der Domain gs.com schicken. Tatsächlich landete die Mail aber auf einem Google-Konto, das über gmail.com zu erreichen ist. Der Internetkonzern erklärte laut Google, dass er die Mail nur mit einem Gerichtsbeschluss löschen könne.

Update:

Google hat mitgeteilt, dass die falsch adressierte E-Mail der US-Investmentbank geblockt wird. "Google ist unserer Bitte nachgekommen, den Zugang zu der Mail zu blockieren", sagte Goldman-Sprecherin Andrea Raphael.

Google zufolge habe der Empfänger bisher nicht auf den Inhalt zugegriffen und damit liege auch keine Verletzung des Datenschutzes vor. Wie viele Kunden betroffen waren, sagte Goldman nicht. Google wollte sich ebenfalls nicht dazu äußern. (APA, derStandard.at, 3.7.2014)

  • Goldman Sachs verklagt Google, um eine eigene Panne wieder gut zu machen
    foto: ap/drew

    Goldman Sachs verklagt Google, um eine eigene Panne wieder gut zu machen

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