Luxemburger Bombenleger-Prozess ausgesetzt

2. Juli 2014, 17:07
1 Posting

Justizkreise: Könnte noch Jahre dauern bis über Anklage entschieden wird

Luxemburg - Nach rund 16 Monaten ist der sogenannte Luxemburger Bombenleger-Prozess auf Eis gelegt worden. Das Bezirksgericht in Luxemburg unterbrach am Mittwoch auf unbestimmte Zeit den Prozess gegen zwei Ex-Gendarmen, weil die Staatsanwaltschaft zusätzliche Anklagen gegen sechs bisher als Zeugen verhörte Männer beantragt hatte.

Diese Männer - meist ebenfalls frühere Gendarmerieoffiziere - seien der Mittäterschaft, der Strafvereitelung oder der Falschaussage verdächtig, hieß es.

Anschlagsserie Mitte der 80er Jahre

Im Prozess geht es um die Bombenleger ("Bommeleeër"), die für eine Serie von Sprengstoffanschlägen zwischen 1984 bis 1986 in Luxemburg verantwortlich sind. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass damals eine Gruppe von Ordnungshütern Bomben legte, um für den Kampf gegen Terroristen besser mit Personal und Material ausgestattet zu werden. Wenn es so war, hatten die Männer letztlich Erfolg. Die Bombenleger sollen bei 20 Aktionen Sprengsätze etwa an Strommasten, am Luxemburger Flughafen, an einem Justizgebäude und vor einem Konferenzgebäude gezündet haben.

Völlig ungewiss ist, wann ein Untersuchungsrichter über eine Anklage gegen die sechs Männer entscheidet. Erst dann könnte der Prozess fortgesetzt werden. Dies könne Jahre dauern, hieß es in Justizkreisen.  (APA, 2,7,2014)

Share if you care.