Reizthema Flugzeugsitz: Es lebe die Beinfreiheit

9. Juli 2014, 17:01
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Eine Umfrage zeigt, dass die Bewegungsfreiheit am Sitzplatz das größte Reizthema bei Flugzeugpassagieren ist. Sie beeinflusst wesentlich die Wahl der Fluggesellschaft

Kuscheln über den Wolken? Das mögen die meisten Reisenden gar nicht, wie eine aktuelle Umfrage von TripAdvisor, der weltweit größten Reise-Website, zeigt. Mehr als 1.200 deutschsprachige Community-Mitglieder wurden dabei zu ihren Einstellungen und Präferenzen vor und während des Fluges befragt und machen deutlich: Die Bewegungsfreiheit am Sitzplatz ist das größte Reizthema und beeinflusst wesentlich die Wahl der Fluggesellschaft.

Name der Fluggesellschaft hat deutlichen Einfluss

Für das Gros der befragten Reisenden hat der Markenname der Fluggesellschaft einen deutlichen Einfluss auf die Buchungsentscheidung: Rund 57 Prozent der Umfrageteilnehmern ist der Name wichtig bis sehr wichtig, immerhin für fast jeden dritten TripAdvisor-User ist er ein bisschen wichtig.

Daneben spielt bei der Entscheidung für eine Airline aber noch eine Reihe an anderen Faktoren eine Rolle: An erster Stelle kommt der Preis (57 Prozent), dann die Sicherheit (49 Prozent), gefolgt von angenehmen Abflug- und Ankunftszeiten (41 Prozent) sowie komfortablen Sitzen beziehungsweise ausreichend Beinfreiheit (40 Prozent).

foto: reuters/lucy nicholson
Der Stehplatz fürs Flugzeug (hier auf einer Flugzeugausstatter-Messe 2010 zu sehen) hat sich zum Glück nicht durchgesetzt.

Bewegungsfreiheit bewegt die Reisenden

Wenn es darum geht, was Reisende während des Fluges überhaupt nicht mögen, gibt die Mehrheit der Befragten (61 Prozent) ungemütliche Sitze beziehungsweise einen beengten Fußraum an. An nächster Stelle folgen organisatorische und preisliche Faktoren wie lange Warteschlangen an den Security-Checks (49 Prozent), teure Tickets und Airline-Steuern (33 Prozent) sowie unvorhersehbare Verspätungen (30 Prozent).

Störende Sitznachbarn

Auch bei der Frage nach den kleinen Macken der Mitreisenden wird deutlich: Mehr als zwei Drittel der Befragten (69 Prozent) fühlen sich in ihrem Bewegungsfreiraum eingeschränkt und geben an, dass sie sich von Mitreisenden oder Kindern, die gegen die Lehne ihres Sitzes treten, besonders gestört fühlen.

Auch wenn der Nachbar die Armlehne in Beschlag nimmt (32 Prozent) oder mit sperrigem Handgepäck die Ablagefächer blockiert (51 Prozent), rümpft der ein oder andere Reisende die Nase. Zudem mag es mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) nicht, wenn Passagiere ihre Rückenlehne ständig ruckartig verstellen. Eine Mehrheit (52 Prozent) zeigt kein Verständnis für Eltern, die ihre Kinder nicht unter Kontrolle haben. Trotzdem sind Kinder an Bord generell erwünscht – fast 70 Prozent der Befragten würden nicht mehr Geld für einen kinderfreien Flug ausgeben. (max, derStandard.at, 09.07.2014)

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