Nach Bluttat in Graz: Leiche des Opfers identifiziert

2. Juli 2014, 12:00
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Obduktion ergab tödlichen Kopfschuss - 14-jähriges Vergewaltigungsopfer weiterhin nicht vernehmungsfähig

Graz/Budapest - Bei jenem Toten, der in Ungarn nahe der österreichischen Grenze ausgegraben wurde, handelt es sich um jenen 16-jährigen Kärntner, der in der Nacht des 22. Juni von einem gleichaltrigen Bekannten in Graz erschossen worden sein soll. Das Opfer sei über den Abgleich äußerer Merkmale und Fingerabdrücke identifiziert worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, Hansjörg Bacher, am Mittwoch.

Laut  gerichtsmedizinischer Obduktion starb der Jugendliche an einem Kopfschuss. Ein Projektil wurde gefunden und wird nun ballistisch untersucht. Diese Erkenntnisse bestätigen die bisher vom mutmaßlichen Täter gemachten Angaben.

Vergewaltigungsopfer nicht vernehmungsfähig

Der Grazer hatte laut Medienberichten behauptet, er sei von dem Bekannten mit vorgehaltener Waffe gezwungen worden, ein 14-jähriges Mädchen zu vergewaltigen. Um dieses zu befreien, habe er zum Kleinkalibergewehr des Großvaters gegriffen. "Das ist eine Version", so die bisherige Einschätzung der Staatsanwaltschaft.

Für das Gesamtbild sei die Zeugenaussage des noch in psychiatrischer Behandlung befindlichen Vergewaltigungsopfers von Bedeutung. Die 14-Jährige ist offenbar immer noch nicht vernehmungsfähig. Über weitere Einvernahmen des ebenfalls verhafteten Großvaters und der Mutter des mutmaßlichen Täters machte die Staatsanwaltschaft keine weiteren Angaben, ebenso wenig zu Ermittlungsergebnissen über Personen, die bei der Beseitigung der Leiche und der Vertuschung der Tat geholfen haben könnten. (APA, 2.7.2014)

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