EU gibt grünes Licht für Fusion von E-Plus und O2

2. Juli 2014, 11:34
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Deutsches Kartellamt hatte vor steigenden Verbraucherpreisen gewarnt

Brüssel - Die Genehmigung der geplanten Riesenfusion auf dem Mobilfunk-Markt zwischen E-Plus und O2 steht offenbar kurz bevor. Die EU-Kommission kündigte am Mittwoch in Brüssel eine Pressekonferenz über eine Firmen-Fusion an; nach Informationen von "Focus Online" handelt es sich um die lange erwartete Entscheidung über die beiden Unternehmen, die positiv ausfalle.

Demnach dürfte der O2-Mutterkonzern Telefonica den 02-Konkurrenten E-Plus übernehmen, obwohl in der Vergangenheit verschiedene Stellen vor steigenden Preisen durch die Fusion gewarnt hatten. O2 und E-Plus zusammen haben mehr Kunden als die bisherige Nummer eins, die Deutsche Telekom, und als Vodafone. Experten erwarten, dass drei etwa gleich starke Wettbewerber weniger aggressiv im Wettbewerb auftreten als vier.

Der Mobilfunkkonzern KPN aus den Niederlanden hatte im Juli 2013 angekündigt, seine deutsche Tochter E-Plus an den spanischen Wettbewerber Telefonica mit der deutschen Marke O2 verkaufen zu wollen. Die EU-Kommission leitete im Dezember eine wettbewerbsrechtliche Prüfung ein. Im Februar äußerte sie Bedenken, unter anderem fürchtete sie steigende Preise für die Kunden in Deutschland. Auch das deutsche Bundeskartellamt äußerte noch vor Kurzem diese Sorge.

Allerdings erlaubt die EU Übernahmen häufig nicht wie von den Firmen geplant, sondern nur unter Auflagen. Das heißt zum Beispiel, dass Firmenteile verkauft werden müssen, um einen guten Wettbewerb aufrechtzuerhalten. (APA, 2.7.2014)

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